E-Zigaretten

Kein harmloses Livestyle-Produkt

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E-Zigaretten gelten als weniger schädliche Alternative zum Rauchen. Wissenschaftler sind da allerdings skeptisch. „Welches Gefährdungspotenzial vom E-Zigaretten-Konsum ausgeht, ist noch unbekannt“, erklären Privatdozentin Dr. Ute Mons und und ihre Kollegin Dr. Katrin Schaller in einer aktuellen wissenschaftlichen Übersichtsarbeit zu dem Thema.

Zu wenig seien bislang die akuten und chronischen Gesundheitsgefahren des Konsums untersucht. Zudem erschwerten die Unterschiede zwischen den einzelnen E-Zigaretten-Typen die Einschätzung des Gefahrenpotenzials. Auch fehle es bislang an standardisierten Testverfahren.

In der Regel liegen laut Mons und Schaller die Schadstoffe in dem gasförmigen Gemisch, dem sogenannten Aerosol, das man beim Rauchen von E-Zigaretten inhaliert, in deutlich geringeren Mengen vor als im Tabakrauch. In einigen Studien gebe es Hinweise darauf, dass sich bei Menschen, die für die E-Zigarette vollständig aufs Rauchen verzichteten, Fitness und Lungenfunktion verbesserten sowie Husten und Kurzatmigkeit abnähmen – bei einigen dieser Studien bestehe jedoch ein Interessenkonflikt der Autoren. Außerdem geben die Wissenschaftlerinnen zu bedenken, dass noch Daten zu langfristigen Gesundheitseffekten durch das Verdampfen von Liquids fehlten.

Harmlos sei der Konsum von E-Zigaretten jedenfalls nicht. Denn er könne kurzfristig die Lungenfunktion beeinträchtigen und zu einer milden entzündlichen Reaktion in den Atemwegen führen, insbesondere bei Asthmatikern, erklären Mons und Schaller.

durchblick gesundheit • Ausgabe 64 • April–Juni 2019 

Jan 4, 2019, 12:16:17 AM, Autor: na