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Das hilft gegen den Winterblues

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Wenn die Tage kürzer und grauer werden, fallen viele Menschen in ein Stimmungsloch. Vor allem Berufstätige sehen kaum die Sonne: morgens im Dunkeln zur Arbeit, am Arbeitsplatz meist wenig natürliches Licht und abends geht’s im Dunkeln zurück nach Hause. Der Lichtmangel macht Körper und Seele zu schaffen, manche Menschen leiden sogar unter einer saisonal-affektiven Störung (SAD), auch Winterdepression genannt.

„Wir brauchen Licht, um uns wohlzufühlen. Es regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus, beeinflusst unsere Hormonproduktion, den Hunger und die Leistungsfähigkeit“, sagt Dr. Astrid Maroß, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie im AOK-Bundesverband.

Bei wenig Licht schüttet der Körper verstärkt das Schlafhormon Melatonin aus und produziert weniger des Glückshormons Serotonin. „Wer aber jeden Tag mindestens eine halbe Stunde einen Spaziergang im Hellen macht, zum Beispiel in der Mittagspause, schüttet weniger Melatonin aus und regt durch die Bewegung außerdem die Produktion von Serotonin an“, rät Maroß. Und um morgens besser aus dem Bett zu kommen, empfiehlt es sich, das Schlafzimmer hell zu erleuchten. Ein Lichtwecker, der den Sonnenaufgang simuliert, hilft ebenfalls. Damit tagsüber weniger Müdigkeit aufkommt, sollten Wohn- und Arbeitsräume hell beleuchtet werden. Große Tageslichtleuchten verdrängen die Dunkelheit. Abends ist eine warme Beleuchtung besser, damit sich der Körper auf die Nachtruhe vorbereiten kann.


durchblick gesundheit • Ausgabe 63 • Januar–März 2019

Jan 21, 2019, 11:30:31 AM, Autor: na