Ernährungsforschung

„Bunt“ ist gut fürs Herz

Welche Lebensmittel bieten einen Benefit fürs Herz und welche Ernährungstipps schaden „der Pumpe“ eher? Wissenschaftler des American College of Cardiology (ACC) haben genaue Untersuchungen angestellt. Das Ergebnis verwundert nach Meinung von Prof. Martin Halle, Kardiologe an der TU München, nicht: Alle Extremdiäten fielen bei den Wissenschaftlern eher durch, fasst Halle die aktuelle Studienlage zusammen.


Ein ausgewogener Mix aus Kohlenhydraten, Proteinen und hochwertigen Fetten sei wichtig und gut für das Herz. Optimal sei eine Ernährung, die auch Olivenöl, regelmäßige Fischmahlzeiten, Beeren, grünes Blattgemüse und Hülsenfrüchte enthalte. „Zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel sollten hingegen möglichst wenig konsumiert werden, ungesüßter Tee und Kaffee dafür gern und reichlich“, so Prof. Halle.

Darüber, dass in verschiedenen Lebensmitteln kardiovaskulär schützende Stoffe stecken, müssten die Patienten mehr aufgeklärt werden. „Oft sind es ganz einfache Tipps. Ich rate beispielsweise gerne, bunt zu essen – das heißt, dass von jeder Farbe etwas auf dem Teller sein sollte. Wer diesen Ratschlag bei jeder Mahlzeit beherzigt, nimmt automatisch protektiv wirkende Stoffe zu sich“, so der Internist. Grundsätzlich werde eine Ernährungsumstellung aber nur erfolgen, wenn die Empfehlungen für den Patienten auch längerfristig einzuhalten sind. Halle: „Das klappt am besten mit kleinen Schritten – man macht nicht von heute auf morgen aus einem erklärten Fleischliebhaber einen Veganer!“


durchblick gesundheit • Ausgabe 62 • Oktober–Dezember 2018

23.10.2018 15:43:57, Autor: na