Vorsicht, Fehldiagnose!

Kasse warnt vor "Dr. Google"

Schmerzen hier, Hautauschlag dort: Bei gesundheitlichen Problemen befragen 73 Prozent der Deutschen „Dr. Google“. Aber die Recherche nach Krankheiten via Internet und Smartphone-Apps kann ziemlich verunsichern, warnt die Kaufmännische Krankenkasse (KKH). Denn in Gesundheitsportalen und Selbsthilfeforen stoßen Laien auf eine Flut von Diagnosen, die sie schnell überfordern.

Bei meist harmlosen Kopfschmerzen findet man zum Beispiel nicht nur Treffer wie „Migräne“ oder „Verspannungen“, sondern auch beängstigende Ergebnisse wie „Hirntumor“. Nach stundenlangem Surfen entstehen so abenteuerliche Eigendiagnosen, ohne überhaupt zum Arzt gegangen zu sein.

„Wenn Laien im Netz nach einer Erklärung für ihre Beschwerden suchen, kann das ganz schnell zu Fehldiagnosen führen“, warnt die Kasse. Und: Im schlimmsten Fall verzögert eine digitale Selbstdiagnose die Behandlung einer ernsten Krankheit. Der Gang zum Arzt ist deshalb in den meisten Fällen ratsamer als eine Internetrecherche.  

durchblick gesundheit • Ausgabe 62 • Oktober–Dezember 2018

Oct 23, 2018, 3:39:06 PM, Autor: na