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Augenärzte raten zu Sportbrillen

Sportler sollten – je nach Sportart – ihre Augen schützen, und zwar durch fachkundig angepasste Sportbrillen. Dazu rät der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. „Etwa 70 Prozent der Augenverletzungen entstehen bei Sportarten, bei denen ein Gegenstand wie ein Ball oder ein Puck bewegt wird“, sagt Sportophthalmologe Dr. Schnell. Vor allem das Tempo, mit dem Bälle unterwegs seien, und die Distanz, aus der heraus das Auge getroffen werde, seien ausschlaggebend dafür, wie stark es geschädigt werde.

Aber auch bei sportlicher Betätigung ohne Ball könne es mitunter zu Verletzungen am Auge kommen. „Übungen, bei denen der Kopf sich unter dem Körper befindet – beispielsweise Handstand, Kopfstand, Kerze und vor allem Bungee-Jumping – sorgen dafür, dass der Blutandrang im Kopf steigt und auch der Druck im Auge“, erklärt Schnell. Bei Menschen mit bereits vorgeschädigten Blutgefäßen – bei Diabetes, Arteriosklerose oder Bluthochdruck – seien dann Blutungen im Auge möglich. Das Gleiche gelte für Höhensportarten über 3.000 bis 4.000 Metern. Wichtig sei, keine übertriebenen Risiken einzugehen und im Zweifelsfall die Grenzen zu akzeptieren, die der eigene Körper setze. 

durchblick gesundheit • Ausgabe 61 • Juli–September 2018


Aug 30, 2018, 11:29:33 AM, Autor: na