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PD-1-Hemmer zeigen ermutigende 5-Jahres-Überlebensraten

Die Prognose von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) ist miserabel. Ein Hoffnungsschimmer sind auch bei diesen Malignomen Immuntherapien. Die Hoffnung ist nicht unberechtigt.

Immuntherapien geben Patienten mit nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen etwas Hoffnung.
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So zeigen aktuelle Studien-Daten zu dem PD-1-Hemmer Pembrolizumab eine Fünf-Jahres-Überlebensrate von fast ein Viertel der Patienten mit zuvor unbehandeltem fortgeschrittenem NSCLC. In der Ära vor den modernen Immuntherapeutika hätten nach fünf Jahren nur rund fünf Prozent der Patienten noch gelebt, hieß es kürzlich beim US-Onkologen-Kongress in Chicago, wo die Daten der Phase-1b-Studie KEYNOTE-001 vorgestellt wurden. Erwartungsgemäß profitierten vor allem Patienten mit starker PD-L1-Expression von dem Immuntherapeutikum.

In die Studie wurden 550 Patienten mit Mutationen der Gene EGFR oder ALK aufgenommen; über 100 von ihnen waren therapie-naiv. Vorgestellt wurden nun Daten zu den 100 Patienten (18 Prozent der Gesamt-Population), die nach medianen 60,6 Monaten noch lebten.

Nach fünf Jahren lebten von den therapie-naiven Patienten noch 23 Prozent, von den bereits zuvor behandelten Patienten noch 16 Prozent. Bei den Tumor-Kranken mit einer PD-L1-Expression von mindestens 50 Prozent betrugen die 5-Jahres-Überlebensraten sogar fast 30 und 25 Prozent, bei den Patienten mit einer Expression von 1 bis 49 Prozent betrugen die 5-Jahres-Überlebensraten 16 (therapie-naiv) und 13 Prozent.

Die mediane Gesamt-Überlebensdauer der therapie-naiven Patienten mit hoher PD-L1-Expression lag bei etwas über 34 Monaten, bei jenen mit niedriger Expression bei knapp 20 Monaten. Die Werte für bereits zuvor behandelte Patienten: 15,4 Monate (PD-L1-Expression mindestens 50 Prozent) und 8,5 Monate (Expression 1 bis 49 Prozent). Von den 60 Patienten, die den PD-1-Hemmer mindestens zwei Jahre lang erhalten hatten, lebten nach über fünf Jahren noch 46. Laut Studienleiter Professor Edward Garon (Universität von Kalifornien in Los Angeles) gibt es Patienten, die sogar nach sieben Jahren noch am Leben seien.

Noch nicht zufriedenstellend sind wohl die Ansprechraten: Bei den therapie-naiven Patienten betrug die Ansprechrate 23 Prozent (Ansprechdauer im Median fast 39 Monate), bei den therapie-erfahrenen Patienten 42 Prozent (im Median fast 17 Monate).

Bei 17 Prozent der Patienten (n = 92) wurden immun-bezogene Nebenwirkungen diagnostiziert, zumeist eine Hypothyreose (neun Prozent). Die häufigste schwere Nebenwirkung war eine Pneumonitis (unter 5 Prozent).

Apr 6, 2019, 12:16:11 PM, Autor: Dr. med Thomas Kron