Influenza und Keuchhusten

Impfung am besten während der Schwangerschaft

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Grundsätzlich sollten alle Impfungen vor einer Schwangerschaft abgeschlossen sein. Für zwei gefährliche Krankheiten gibt es eine Ausnahme – und zwar für die Influenza und für den Keuchhusten. „Gegen beide Infektionen lassen sich Frauen am besten nicht vor, sondern erst während der Schwangerschaft impfen“, so Dr. Michael Wojcinski, Vorsitzender der AG Impfen im Berufsverband der Frauenärzte.

Die Begründungen: Die Influenza-Viren verändern sich von Jahr zu Jahr, sodass eine Impfung und eine Immunität aus früherer Zeit Mutter und Baby nicht ausreichend schützen. Und sowohl bei der Influenza als auch bei Keuchhusten, die beide immer noch weitverbreitet sind, wird das Baby gleich mitgeschützt, wenn die Impfung erst wenige Wochen vor der Geburt stattfindet. Dann bekommt das Baby die frischen Antikörper der Mutter gegen die Erreger noch direkt mit auf den Weg und ist während der ersten Lebenswochen vor einer risikoreichen Infektion geschützt.

Weil die Pertussis-Impfung während der Schwangerschaft so effektiv ist, wird diese Empfehlung wahrscheinlich sogar demnächst von der STIKO, der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut, ausgesprochen werden. „Das Gefährliche am Keuchhusten ist gar nicht der Erreger selbst“, so Wojcinski, „sondern die schweren, erschöpfenden Hustenanfälle. Beim Säugling münden diese Hustenattacken häufig in Atemstillstände. Und da ein Keuchhusten über Wochen anhalten kann, können diese gehäuften Atemstillstände für das Baby eine echte Gefahr darstellen.“

durchblick gesundheit • Ausgabe 64 • April–Juni 2019 

Jan 4, 2019, 12:40:53 AM, Autor: na