Kontaktlinsen reinigen – so geht’s

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Kontaktlinsen haben etliche Vorteile gegenüber Brillen: Sie beschlagen nicht, rutschen nicht von der Nase, sind sporttauglich und können neben Kurz- oder Weitsichtigkeit sogar Hornhautverkrümmungen korrigieren. „Um die Linsen lange und ohne Beschwerden tragen zu können, müssen Kontaktlinsenträger jedoch auch einige Regeln beachten“, sagt Prof. Frank G. Holz, Vorsitzender der Stiftung Auge und Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn.

Generell sollten Kontaktlinsen nicht länger als empfohlen getragen werden, denn eine zu lange tägliche Tragedauer birgt Gesundheitsrisiken. „Nur spezielle Linsen eignen sich zum Tragen über Nacht“, erläutert Prof. Christian Ohrloff, ehemaliger Direktor der Universitäts-Augenklinik in Frankfurt. Denn die Kontaktlinse behindere den Stoffwechsel im Auge, da Nährstoffe und Abfallprodukte über den Tränenfilm nicht so einfach über das Auge hinwegtransportiert werden könnten. Unter der Linse könnten sich auch Säuren, Schmutz und Keime sammeln. „Damit sich das Auge nicht infiziert, muss man die Kontaktlinsen regelmäßig herausnehmen und reinigen“, rät Ohrloff.

Dabei sollte man die Kontaktlinse auf die gereinigte Handinnenfläche legen und einige Tropfen Reinigungsmittel sanft mit der Fingerspitze auf der Linse verreiben. Anschließend sollte man sie mit Kochsalzlösung abspülen. Leitungswasser eignet sich nicht zum Reinigen oder Aufbewahren, da sich dadurch Keime an der Linse bilden können.

Zum Desinfizieren lagert man die Kontaktlinsen über Nacht in einer geeigneten Lösung, um Bakterien, Pilze oder Viren abzutöten und Eiweißreste zu entfernen. Auch den Aufbewahrungsbehälter sollte man täglich desinfizieren und alle drei bis sechs Monate austauschen.

durchblick gesundheit • Ausgabe 64 • April–Juni 2019 

Jan 4, 2019, 12:44:16 AM, Autor: na