Hämorrhoiden

Durch Ernährung und Bewegung vorbeugen

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Niemand redet gern über sie, aber jeder hat welche: Hämorrhoiden sind gut durchblutete Gefäßpolster im Enddarm, die mit dem Schließmuskel dafür sorgen, dass sich der Darm nicht unkontrolliert entleert. Sie haben also eine wichtige Funktion und bleiben in der Regel im Verborgenen. Unangenehm wird es, wenn sie sich vergrößern. Typische Symptome: Juckreiz, Brennen und Nässen am After, manchmal kommt es auch zu Blutungen. Ein Problem, das weitverbreitet ist. Doch den meisten ist das Thema peinlich. Und versuchen, ihre Beschwerden in Eigenregie zu kurieren. „Wer Beschwerden hat, sollte die Symptome ärztlich untersuchen lassen. Blut im Stuhl sollte grundsätzlich von einem Arzt abgeklärt werden“, rät Anja Debrodt, Ärztin im AOK-Bundesverband. Die Untersuchung dauere nur wenige Minuten und tue nicht weh.

„Im Anfangsstadium reicht es oft aus, sich anders zu ernähren. Ballaststoffreiche Kost mit viel Obst und Gemüse sorgt für einen weicheren Stuhlgang. Dazu täglich ein bis zwei Liter trinken“, empfiehlt Debrodt. Ganz wichtig sei ausreichend Bewegung: Täglich 30 Minuten spazieren gehen halte den Darm auf Trab. Wer dafür keine Zeit hat, sollte möglichst viel Bewegung in seinen Alltag bringen und häufiger die Treppe als den Fahrstuhl benutzen. Sinnvoll ist außerdem Beckenbodentraining.


durchblick gesundheit • Ausgabe 64 • April–Juni 2019 


Jan 4, 2019, 12:22:52 AM, Autor: na