HIV-Prophylaxe

DAK übernimmt Kosten für PrEP

Krankenversicherte mit erhöhtem HIV-Risiko sollen künftig die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) auf Kassenkosten bekommen. So sieht es der TSVG-Entwurf vor. Die DAK-Gesundheit prescht nun vor: Sie übernimmt bereits rückwirkend ab 1. Januar die Kosten.

Medikamentöse HIV-Prophylaxe wird Satzungsleistung bei der DAK.
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Der Verwaltungsrat habe das Angebot bereits im Dezember als neue Satzungsleistung beschlossen; nun habe das Bundesversicherungsamt grünes Licht gegeben, teilt die Kasse mit. „Die Zahl der HIV-Neuinfektionen wird nicht wesentlich kleiner, deshalb müssen wir neue Schutzmethoden fördern“, begründet Vorstands-Chef Andreas Storm. Durch die PrEP werde der Einzelne vor einer HIV-Infektion bewahrt, gleichzeitig aber auch die Versichertengemeinschaft vor den damit verbundenen Folgekosten.

Die DAK-Gesundheit werde pro Quartal maximal 200 Euro erstatten, höchstens aber die tatsächlich entstandenen Kosten. Die betroffenen Versicherten müssten dazu lediglich die entsprechenden Belege bei der Kasse einreichen, heißt es weiter.


18.02.2019 11:27:15, Autor: ks