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Das hilft bei trockenem Auge

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Etwa neun Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem trockenen Auge. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein lästiges kleines Wehwehchen, sondern um eine klar definierte Krankheit. Betroffene haben das Gefühl, als würden feine Sandkörner auf der Augenoberfläche reiben. Die Augen brennen, sind gerötet und sehr lichtempfindlich. All das kann die Lebensqualität der Erkrankten stark einschränken.

Zum Glück könnten Augenärzte ihren Patienten immer bessere, individuell angepasste Behandlungen anbieten, sagt Prof. Gerd Geerling vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Zum einen könne man schon mit dem richtigen Verhalten die Augenoberfläche schonen: Spaziergänge an der frischen Luft und viel trinken trügen dazu bei. Bei der Computerarbeit sollte man immer wieder mal bewusst blinzeln. Und wer im Auto unterwegs sei, solle die Luftzirkulation drosseln und den Luftstrom nicht direkt auf die Augen richten, rät der Augenarzt.

Sei dann doch eine Therapie notwendig, kämen zunächst Tränenersatzmittel zum Einsatz, die den Tränenfilm stabilisieren, die Reizung lindern und die Lebensqualität steigern würden, erklärt Geerling. Daneben gebe es Medikamente, die eine Entzündung der Augenoberfläche wirksam behandeln würden. Auch neue Behandlungsmöglichkeiten würden erforscht. So sollten sogenannte Sekretagoga die Tränenproduktion anregen; in klinischen Studien würden zudem Medikamente gegen neuropathische Schmerzen erforscht.


durchblick gesundheit • Ausgabe 62 • Oktober–Dezember 2018

Oct 23, 2018, 3:31:57 PM, Autor: na