AUFGEPASST!

Vergiftungen beim Kind

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Gerade kleine Kinder stecken gern alles, was ihnen in die Hände fällt, in den Mund: Omas Tabletten, die aussehen wie Bonbons, den lustig bunten Haushaltsreiniger, Pflanzen aus dem Garten ... Zwischen 80.000 und 100.000 Vergiftungsunfälle von Kindern gibt es jedes Jahr.

Was tun beim Verdacht auf eine Vergiftung?
Bei offensichtlichen Vergiftungssymptomen muss schnellstmöglich der Notarzt gerufen werden. Ist man sich nicht sicher, ob das, was der Nachwuchs sich einverleibt hat, gefährlich ist, kann ein Anruf bei der Giftnotrufzentrale helfen. In jedem Fall sollte man Reste bzw. die Verpackung bereithalten.

Telefonnummern Giftnotrufzentralen der Länder

Berlin 0 30-19 24 0

Bonn 02 28-19 24 0

Erfurt 03 61-73 07 30 für Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Freiburg 07 61-19 24 0

Göttingen 05 51-19 24 0 für Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Homburg/Saar 0 68 41-19 240

Mainz 0 61 31-19 240 für Rheinland-Pfalz und Hessen

München 0 89-19 24 0


Weiterhin gilt:

  • kein Erbrechen auslösen
  • zum Verdünnen Leitungswasser trinken lassen, aber keine Milch, Limonade oder Mineralwasser!
  • auch Aktivkohle sollte nicht ohne Rücksprache verabreicht werden

So beugen Sie vor:
  • Medikamente, Reinigungsmittel und Chemikalien auf jeden Fall für Kinder unzugänglich aufbewahren. Niemals sollten Chemikalien in Getränkebehälter umgefüllt werden.
  • Kinder beim Putzen nicht unbeaufsichtigt lassen – auch nicht, wenn es gerade an der Tür klingelt.

durchblick gesundheit • Ausgabe 61 • Juli–September 2018

30.08.2018 11:25:04, Autor: na