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| Buch: Verheimlicht, vertuscht, vergessen |
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Glauben Sie alles, was in der Zeitung steht? Nein? Das ist gut so. Auch 2009 gab es jede Menge ungeklärte Fragen: Wofür steht die neue US-Regierung unter Obama? Hatten die Behörden beim „Amoklauf“ von Winnenden die Finger im Spiel? Wie kam es wirklich zum Erdbeben von L’Aquila? Und was steckt hinter der „Schweinegrippe“? Der Enthüllungsjournalist Gerhard Wisnewski führt in seinem Buch durch die Ungereimtheiten und offenen Fragen des Jahres 2009 und zeigt Zusammenhänge auf, die Sie nicht aus der Zeitung erfahren.
Die Schweinegrippe mit der umstrittenen Pandemie-Warnung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eines von Wisnewskis großen Themen. Der Autor entlarvt etwa Seilschaften zwischen der WHO und den Impfstoffherstellern. Diese ziehen an einem Strang, glaubt der Autor: „Die WHO schürt die Panik, und die Impfstoffhersteller und Pillendreher kurbeln daraufhin Entwicklung und Produktion an“, schreibt Wisnewski. Wo Angst herrsche, werde gekauft, ohne auf die Kosten zu schauen. Der Autor entlarvt auch die Medien, die die Schweinegrippe unnötig aufgebauscht hätten: Oft habe es keinen Nachweis für die Krankheit gegeben, aber die Medien hätten die Zahl der Erkrankten und Toten dennoch immer weiter aufgestockt. Die Zusammenarbeit von WHO, Pharmabranche und Medien lässt für Wisnewski nur einen Schluss zu: „Die für jedermann offensichtlich harmlose ‚Schweinegrippe‘ ist die größte und aggressivste Marketingkampagne für Impfstoffe und fragwürdige Grippemittel, die dieser Planet jemals erlebt hat.“
Wisneskis Jahrbuch bietet einen guten kritischen Überblick über die Berichterstattung des Jahres 2009 – sein lockerer Schreibstil macht das Buch zu einer angenehm lesbaren Lektüre.
Gerhard Wisnewski: Verheimlicht, vertuscht, vergessen: Was 2009 nicht in der Zeitung stand. Knaur 2010, 6,95 Euro.
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