 Bildquelle: Rowohlt | Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte – aber keine überzeugenden Erfolge. Dr. Eckart von Hirschhausen, Mediziner der besonderen Art, zeigt in seinem neuen Buch „Glück kommt selten allein“ die kuriosen Seiten der Glücksforschung auf.
Jeder ist seines Glückes Schmied, schreibt der Kabarettist. Und so sehe es auch aus, meint Hirschhausen: reichlich behämmert. „Beim Zimmern unseres Glücks hauen wir uns oft genug mit dem Hammer auf den Daumen.“ Und vergessen dann, darüber zu lachen. Wenn aber Hirschhausen humorvoll über das Glück schreibt, lässt der Schmerz nach. Endlich spricht jemand das aus, was wir schon immer ahnten, aber nicht wahrhaben wollten: Glück ist nicht das Ziel, sondern ein Abfallprodukt der Evolution. Die positive Psychologie zeigt: Erfüllung und Zufriedenheit sind keine Frage des Schicksals, sondern die Summe der täglichen Gedanken und Handlungen. Glück ist machbar. Hirschhausen holt sich weitere Fachleute ins Boot – so auch Manfred Spitzer, Gehirnforscher und Professor für Psychiatrie an der Universität Ulm.
Hirschhausen verbindet Wissen mit Witz, aktueller Forschung, alten Weisheiten und Tiefgang und schafft so neben „Haha-Erlebnissen auch Aha-Effekte“. Übungen, Selbsttests, inspirierende Illustrationen und konkrete Tipps stehen neben neuesten Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Ein Buch für Glückspilze und Pechvögel, für Optimisten und Pessimisten. Und wer lieber unglücklich bleiben will, kann nach der Lektüre weiter unglücklich sein – aber auf höherem Niveau.
Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allein. Rowohlt Verlag 2009, 18,90 Euro.
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