 Bildquelle: Rowolth Verlag |
Woran erkenne ich eine Herzschwäche? Was kann man tun, wenn ein Kind über Bauchweh klagt? Was passiert eigentlich mit mir im Kernspintomografen? Der Medizinprofessor Dietrich Grönemeyer hat für solche Fragen einen Ratgeber für den Hausgebrauch geschrieben.
Zuletzt hatte der Professor der Universität Witten/Herdecke mit dem „kleinen Medicus“ Kindern die Medizin nähergebracht. Jetzt wendet er sich an die Eltern. Das Hausbuch erklärt die wichtigsten Volkskrankheiten und den Umgang mit dem eigenen Körper. Auf allgemein verständlichem Niveau und mit vielen Abbildungen geht es auch auf Anatomie und Medizintechnik ein. Grönemeyer beschreibt dabei die Vorteile des Hightechzeitalters genauso wie bewährtes Gesundheitswissen der Völker und die Erfahrungen der Naturheilkunde.
„Zum einen wissen wir viel zu wenig über unseren Körper und haben genau deshalb oft Angst, zum Arzt zu gehen“, erklärt der Arzt den Zweck seines Werkes. „Und wenn Patienten aus der Praxis kommen, haben mehr als fünfzig Prozent von ihnen vergessen, welche Medikamente sie warum und wie nehmen sollen. Das möchte ich ändern.“
Grönemeyer legt Wert darauf, dass sein Buch den Arztbesuch nicht ersetzt, sondern unterstützt. Patienten, die mehr wissen, können besser nachfragen und verstehen mehr. Andererseits müssen Ärzte mit ihren Erklärungen nicht mehr bei Adam und Eva anfangen. Das Buch erklärt deshalb auch nicht alles, sondern zieht dort eine klare Grenze, wo der Arzt selbst ran muss. Ausführlich ist es dagegen dort, wo Patienten ihr Verhalten bei chronischen Gebrechen dauerhaft umstellen müssen.
Dietrich Grönemeyer: Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit, Rowohlt Verlag 2008.19,90 Euro.
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