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Buch: Die Ernährungslüge

Bildquelle: Knaur Verlag
Macht unser Essen uns krank? Ja, sagt Hans-Ulrich Grimm. Und: Es macht uns auch dumm – denn es steckt voller Zusatzstoffe, die dem Gehirn schaden. „Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt“ lautet der Untertitel seines Bestsellers „Die Ernährungslüge“, der jetzt in überarbeiteter Fassung neu aufgelegt wurde.

Alzheimer, ADHS, Autismus: All das werde zwar nicht direkt durch das Essen ausgelöst, aber begünstigt, legt der frühere Spiegel-Autor dar. Besonders aufs Korn nimmt Grimm den „Geschmacksverstärker“ Glutamat. Dieser sei keineswegs eine harmlose Zutat, sondern zerstöre die Neuronen im Gehirn. Der Zusatz verstecke sich dabei hinter allerlei Bezeichnungen: „Würze“, „Aroma“, diversen E-Nummern. Steht auf einer Lebensmittelpackung „ohne Geschmacksverstärker“, kann trotzdem Glutamat drin sein – sogar in Biolebensmitteln: nämlich als „Hefeextrakt“ getarnt.

Für ebenfalls höchst bedenklich hält Grimm Aspartam. Wenn er beschreibt, wie Industrielobby und gekaufte Wissenschaftler überhaupt erst die Zulassung dieses Süßstoffs durchsetzten, liest sich das wie ein Krimi. Die Lösung für Grimm: selbst kochen – und zwar ohne Fertigprodukte. Ein Lexikon-Anhang liefert Infos dazu, welche Stoffe dem Gehirn schaden oder nutzen.

Hans-Ulrich Grimm: Die Ernährungslüge. Wie uns die Lebensmittelindustrie um den Verstand bringt. Knaur Verlag 2011, 8,99 Euro.

Fr, 14.10.2011 13:33 / Kathrin Schneider / Juli - September 2011 Druckversion Mail Zurück Weiter

 

 

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