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| EM: Experten raten zur Masernimpfung |
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Wer zur Fußball-EM in die Schweiz oder nach Österreich fährt, sollte sich gegen Masern impfen lassen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Schweiz erlebt derzeit den schwersten Ausbruch seit zehn Jahren. „Masern sind eine sehr ansteckende fieberhafte Viruserkrankung, bei der schwere Komplikationen auftreten können, die in seltenen Fällen tödlich enden“, sagte Jörg Hacker, Präsident des Robert-Koch-Instituts.
Das Virus verbreitet sich durch die Luft. Krankheitszeichen sind Fieber, Schnupfen, Husten und nach etwa drei bis sieben Tagen ein charakteristischer Hautausschlag mit bräunlich-rosafarbenen Flecken.
Reisende haben die Krankheit jetzt auch schon nach Deutschland eingeschleppt. In einigen Schulen Baden-Württembergs dürfen nur noch geimpfte Kinder zum Unterricht. Eigentlich hatte sich Deutschland dem Ziel der WHO verpflichtet, bis zum Jahr 2010 die Masern zu eliminieren. Daraus scheint aber nichts zu werden, denn dafür müssten 95 Prozent aller Kinder zweimal geimpft sein.
Rund ein Viertel aller Schüler ab elf Jahren hat die zweite Impfspritze noch nicht erhalten. Unter anderem, weil Eltern nicht daran denken. In Deutschland sind Impfungen Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Bei einer Impfung wird keine Praxisgebühr fällig.
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