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Hoffnung für schwer Depressive

Für Menschen mit nicht behandelbaren Depressionen gibt es neue Hoffnung. Mediziner setzten drei Patienten Elektroden in bestimmte Hirnregionen ein und reizten diese mit elektrischen Impulsen. Dadurch verbesserte sich das Befinden der Patienten innerhalb weniger Tage. Erste Änderungen waren sogar noch früher feststellbar, berichten die Forscher der Universitäten Köln und Bonn.

„Einer der Patienten äußerte schon eine Minute nach Beginn der Stimulation den Wunsch, den Kölner Dom zu besteigen, und setzte ihn am nächsten Tag in die Tat um“, sagt der Bonner Psychiatrie-Professor Thomas E. Schläpfer, der die Studie zusammen mit seinem Kollegen Professor Dr. Volker Sturm vom Uniklinikum Köln leitete. „Ganz ähnlich die behandelte Frau: Sie sagte, es würde ihr wieder Spaß machen, Kegeln zu gehen.“ Doch sobald der Impulsgeber abgeschaltet wurde, sei die Depression mit voller Macht zurückgekommen.

Anders als bei der Behandlung mit Medikamenten beobachteten die Wissenschaftler bei der Hirnstimulation keine Nebenwirkungen. Lediglich nach der Operation hätten die Patienten über Wundschmerzen geklagt. Auch langfristig rechnen die Mediziner mit geringen Risiken: Manche Parkinson-Patienten liefen bereits seit mehr als zehn Jahren mit so einem „Hirnschrittmacher“ herum, ohne über Probleme zu klagen.

Fr, 03.08.2007 16:01 / ny Druckversion Mail Zurück Weiter

 

 

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