 © lassedesignen/Fotolia.com | Wer sich in einer Klinik im Ausland die Augen lasern lässt, um Sehfehler zu korrigieren, geht damit ein hohes Risiko ein. Dieser operative Eingriff, fachlich LASIK genannt, sei im Ausland zwar meist günstiger, könne aber Komplikationen zur Folge haben, warnt der leitende medizinische Direktor der Dillenburger Artemis Augenklinik Kaweh Schayan-Araghi.
„Im Ausland besteht die Gefahr, dass auch Patienten behandelt werden, deren Augen für den Eingriff nicht oder nur grenzwertig geeignet sind“, sagt der Augenarzt. Gründe, die gegen eine Behandlung sprechen, gebe es viele: „Bei manchen Menschen ist die Fehlsichtigkeit zu stark oder die Hornhaut des Auges zu dünn.“ Eine sorgfältige Behandlung sei in ausländischen Kliniken jedoch nicht immer gewährleistet, „besonders, wenn Sprachbarrieren bestehen und Arzt und Patient sich nicht verständigen können“, betont Schayan-Araghi.
Immer wieder habe er Patienten, denen er von einer LASIK abrate, die sich dann aber trotzdem im Ausland operieren ließen: „Über das Ergebnis sind sie schließlich sehr unglücklich“, sagt der Klinikdirektor. Ob Entzündungen am Auge, Infektionen oder verschlechtertes Dämmerungs- oder Nachtsehen: Risiken und Komplikationen gebe es viele. Nach der Rückkehr vom Urlaubsort sei es jedoch für Korrekturen und nötige Nachbehandlungen zu spät. Schayan-Araghi: „Auch rechtliche Schritte bringen dann erfahrungsgemäß kaum Erfolge.“
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