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Proteste - Hausärzte: Neue Verträge sollen die Lage entschärfen
Beinahe wäre die Bombe in Bayern hochgegangen: Rund 7.000 Hausärzte protestierten am 30. Januar 2008 in der Arena in Nürnberg gegen falsche Gesundheitspolitik, zu niedrige Honorare, erdrückende Bürokratie und gleichgültige Krankenkassen. Die Allgemeinmediziner bereiteten sogar den gemeinschaftlichen Ausstieg aus dem Kassensystem vor. Kurz vor dem großen Knall ließ die Politik jedoch etwas Dampf aus dem Kessel: Der Hausärzteverband darf jetzt selbst Verträge mit den Krankenkassen aushandeln - eine umstrittene Reform.

Mediziner, Pfleger, Patienten demonstrieren - Aufstand der Ärzte: Zehntausende auf der Straße
Gleich zweimal demonstrierten im Oktober Ärzte, Patienten, Krankenpfleger, Schwestern, Hebammen und Arzthelferinnen gemeinsam gegen die Gesundheitspolitik in Deutschland. Sie alle protestierten gegen die immer härteren Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen. Denn egal, ob in der Arztpraxis oder der Klinik: Die Zitrone ist ausgequetscht, meinen sie. Die Patientenversorgung sei in höchster Gefahr.

Demos in Berlin geplant - Die Protestwelle gegen die Gesundheitspolitik rollt
Der Hauptstadt steht ein heißer Herbst bevor: Gleich zweimal wollen Mediziner und Patienten gemeinsam in der Hauptstadt gegen die Gesundheitspolitik demonstrieren. Ihre Sorge: Immer neue Gesetze lassen Arztpraxen und Kliniken finanziell ausbluten, immer weniger Mediziner müssen immer mehr Patienten behandeln - die dabei zwangsläufig zu kurz kommen. Und das, obwohl sie immer mehr Geld an ihre Krankenkassen zahlen müssen.

Patienten und Ärzte machen Druck - Bis es knallt: Wann wacht die Politik auf?
Die Versorgung der Patienten und die Arbeitsbedingungen der Ärzte haben sich lange verschlechtert. Dieses Jahr aber protestierten die Ärzte zu Tausenden und drohten, aus dem Abrechnungssystem auszusteigen. Ihr Protest zeigt nun Wirkung: Sie schließen die ersten eigenen Verträge, und die Politik kann nicht mehr wegsehen. Gemeinsam mit den Patienten wollen sie noch mehr erreichen.

Praxisschließungen im März - Ärzte begehren auf: Praxen bundesweit dicht
Wer würde nicht gerne einen Blick in die Glaskugel riskieren und nachschauen, wie das deutsche Gesundheitswesen in einigen Jahren aussieht? Genau diese Chance wollten zahlreiche niedergelassene Ärzte ihren Patienten in der letzten Märzwoche bieten - und machten ihre Praxen dicht. "Wir geben mit unserer Protestwoche einen kleinen Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn die Politik jetzt nichts ändert und unser Gesundheitssystem weiter zerstört", erläuterte Initiator Martin Grauduszus, Präsident der Vereinigung "Freie Ärzteschaft" die medienwirksame Aktion.

Initiative "Patient informiert sich" macht Druck - 565.000 Unterschriften für den freien Arzt
In nur 14 Tagen haben eine halbe Million Menschen den Aufruf der Patienteninitiative "Patient informiert sich" zum Erhalt des freien, niedergelassenen Arztes unterschrieben. Bestärkt vom Erfolg, kündigt die Initiatorin, Renate Hartwig, große Protestkundgebungen von Patienten und Versicherten für den Sommer an.

Patienteninitiative - Renate Hartwig: Ich frage mich, warum ....
... geht eigentlich kein Aufschrei durch Bayern und den Rest der Republik. Die niedergelassenen, freiberuflichen Ärzte - und durchaus nicht nur die Hausärzte - sollen aussterben. Schon bald werden wir Patienten in anonymen Versorgungszentren behandelt, die in Händen rein gewinnorientierter, meist sogar börsennotierter Unternehmen sind. Nur: Das alles sollen wir Patienten ja gar nicht wissen. Sich zu informieren ist das einzige Rezept.

Patienteninitiative - Renate Hartwig: Ich frage mich, warum ....
... haben wir es uns eigentlich abgewöhnt, zu fragen: "Wieso, weshalb, warum?" Lockt doch die Sesamstraße schon seit Jahrzehnten Tausende von Kindern mit diesen Fragen in die Sendung. Wir aber, als mündige Wähler und Bürger, haben sie uns abgewöhnt. Der Grund: Wir haben uns damit abgefunden, von Politikern sowieso keine sinnvollen Antworten mehr zu bekommen.

Marodes Gesundheitswesen - Es ist Zeit für uns Patienten, endlich aufzuwachen
Eine streitbare Frau macht derzeit Furore: Die Publizistin Renate Hartwig. Ihre Initiative "Patient informiert sich" kann sich derzeit vor Zuspruch kaum retten. Ihr Ziel: Endlich aufzudecken, wer wirklich schuld ist an der Misere im deutschen Gesundheitssystem. In einem Gastbeitrag beschreibt sie die Ziele ihrer Kampagne.

Protest - Eine Stadt ohne Ärzte - Praxen eine Woche dicht
Bad Vilbel ist eine kleine beschauliche Stadt in Hessen. Doch Anfang Juni glich das 31.000-Seelen-Städtchen einer Geisterstadt - zumindest in den Arztpraxen. Fast alle Mediziner machten eine Woche lang ihre Praxen dicht, um endlich mehr Zeit für ihre Patienten zu haben. Anstatt in der Praxis trafen sie sich mit ihren Patienten in der Fußgängerzone der Stadt. Was die hessischen Ärzte da lostraten, könnte sich jederzeit woanders wiederholen und damit zum Flächenbrand entwickeln.

Mediziner erklären die Tücken der Reform: Ein Flugblatt macht Karriere
Engagierte Ärzte aus Klinik und Praxis erklärten den Bürgern am 4. Dezember, welche Folgen die geplante Gesundheitsreform für die medizinische Versorgung in Deutschland hat - und warum sie dagegen protestieren. Tausende von Info-Zetteln verteilten sie in den Fußgängerzonen und vor den Praxen. Einen bestimmten Text legten sie den interessierten Passanten besonders häufig ans Herz.

Protest am 4. Dezember: "Die Reform schadet allen"
Das ist einzigartig in der deutschen Nachkriegsgeschichte: Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Klinikmitarbeiter protestierten am 4. Dezember gemeinsam gegen die geplante Gesundheitsreform - und zwar bundesweit. "Wenn sich so viele Organisationen aus dem Gesundheitswesen zu einer solchen Allianz zusammenfinden, dann muss etwas nicht stimmen, was da gebraut wird", kommentierte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, den nationalen Aktionstag.

Faxe gegen die Gesundheitsreform
Mit einer Faxaktion möchte die Mediziner-Vereinigung "Freie Ärzteschaft" die Gesundheitsreform in letzter Minute noch verhindern: Patienten sollen die Bundestagsabgeordneten aus ihrem Wahlkreis auffordern, dem Gesetz im Bundestag nicht zuzustimmen.

Ärzte und Patienten auf den Barrikaden: Zehntausende protestieren gegen die Gesundheitspolitik
Es ist eine Minute vor zwölf: "Die Zukunft unserer Patienten steht auf dem Spiel", titelte eines von unzähligen Transparenten, die über 20.000 protestierende Mediziner, ihre Arzthelferinnen und auch viele Patienten am 22. September durch die Hauptstadt trugen. Es war bereits der vierte riesige Protesttag der Mediziner in diesem Jahr. Das Fass zum Überlaufen bringe die geplante Gesundheitsreform: Sie werde binnen Kürze viele Praxen endgültig in die Pleite treiben. Wer dann als Patient einen Arzt suche, müsse sich auf lange Wartezeiten und Anfahrtswege einstellen.

Patientenvertreter im Interview: "Ärzteproteste sind wichtig für die Patienten"

Verbandschef Wesiack: "Für alle Bürger die bestmögliche Medizin"
Warum die deutschen Ärzte zu Tausenden protestieren, erläutert Dr. Wolfgang Wesiack, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Internisten, im Interview mit "durchblick gesundheit".

Deutsche Ärzte protestieren: "Lasst mich endlich wieder Arzt sein"
Immer wieder gehen dieser Tage zehntausende niedergelassener Ärzte, ihre Helferinnen und Patienten auf die Straße. In Berlin, Köln, Stuttgart und vielen anderen deutschen Großstädten demonstrieren sie aus Sorge um ihre Zukunft: 30.000 der 96.000 Arztpraxen stehen als Folge der Gesundheitspolitik vor der Pleite, der Mediziner-Nachwuchs wandert ins Ausland ab. Für Patienten heißt das: Die Wege zur nächsten Arztpraxis werden immer länger, genauso wie die Wartezeiten auf einen Termin.

 

 

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