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| Plaques schützen Nervengeflechte |
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Eine überraschende These haben Wissenschaftler vom Massachusetts General Hospital in Boston (USA) aufgestellt: Plaques-Ablagerungen im Gehirn von Alzheimerkranken, die bislang als „Müll“ und mögliche Ursache für die Krankheit galten, sind durchaus nützlich. Sie schützen die empfindlichen Nervengeflechte. Die Mediziner konnten nachweisen, dass die Plaques praktisch wie ein Antibiotikum wirken – indem sie etwa Bakterien in ihrem Wachstum hemmen.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Ablagerungen ein Teil des angeborenen Immunsystems sind. Ihre These lautet: Im Gehirn von Alzheimerkranken befinden sich deshalb so viele Plaques, weil sie die Folge einer Infektion oder einer Verletzung sind. Nun soll untersucht werden, warum gerade das Immunsystem älterer Menschen vermehrt Plaques produziert und welche Gene dabei die Produktion, die Funktion und den Abtransport der Plaques kontrollieren. |
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