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Solariumsverbot für Jugendliche

Bildquelle: AOK/Mediendienst
Krebsrot kommen manche Jugendliche aus dem Solarium. Damit soll nun Schluss sein. Das Bundeskabinett hat ein Sonnenstudio-Verbot bis zum Alter von 18 Jahren beschlossen, das Gesetz könnte schon bald vorliegen. Als Jugendlicher denkt man in der Regel besonders wenig an mögliche Folgen in späteren Jahren. Im Moment zählt nur, sich schick und braun zu machen für Clique, Disconächte, Schule. Aber die Haut vergisst die Strahlen nicht. Hautkrebs droht, Tendenz steigend.

„Schon Zwölfjährige, insbesondere Mädchen, bräunen ihre Haut mit Hilfe künstlicher UV-Strahlung“, berichtet der Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven. „Wer unter 30 beginnt, regelmäßig auf die Sonnenbank zu gehen, der erhöht sein Lebenszeit-Risiko für Hautkrebs immerhin um 75 Prozent“, mahnt er. Rund 3,5 Millionen erwachsene Solariennutzer haben bereits zwischen 10 und 17 Jahren mit dem künstlichen Bräunen begonnen. Von einer „richtigen Zeitbombe“, spricht Eckhard Breitbart von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 140.000 Menschen neu an dem heimtückischen Leiden, mindes-tens 22.000 davon am hochgefährlichen schwarzen Hautkrebs. 3.000 Bundesbürger sterben daran im Jahr.

Do, 02.07.2009 14:21 / na / April – Juni 2009 Druckversion Mail Zurück Weiter

 

 

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