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Ein einfacher Bluttest beim Arzt reicht aus, um Ihre persönliche Situation besser einschätzen zu können. Ab 35 Jahren können Sie die Cholesterinkontrolle alle zwei Jahre kostenlos vornehmen lassen. Sie gehört zu einem Gesundheits-Check-up, den die Kassen bezahlen. Das sollte unbedingt jeder wahrnehmen.
Gefahr erkannt – Gefahr gebannt
Denn erhöhte Cholesterinwerte sind enorm gefährlich: Die Blutfette lagern sich an den Innenwänden der Blutgefäße ab, die so allmählich verstopfen. Mediziner nennen das Arteriosklerose oder auch Arterienverkalkung. Die Gefäßverengungen gelten als unbestrittener Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Doch so weit muss es gar nicht erst kommen. Wer über seine Cholesterinprobleme Bescheid weiß, kann selbst eine ganze Menge tun. Dies gilt besonders für diejenigen, deren zu hohe Werte hausgemacht sind. Falsches Essen, Übergewicht und Rauchen haben erwiesenermaßen einen schlechten Einfluss auf die Blutfette. Hier reicht ein gesünderer Lebensstil häufig schon aus: Abspecken, Sport treiben, das Rauchen einstellen und sich fettbewusst ernähren.
Sanft das Gewicht regulieren
Wer zu viele Pfunde auf die Waage bringt, sollte den überflüssigen Polstern nicht nur wegen der Figur, sondern auch dem Herzen zuliebe zu Leibe rücken. Mit den schwindenden Kilos sinkt meist auch ein überhöhter Cholesterinwert. Außerdem geht man weiteren Risiken aus dem Weg, die durch zu viele Pfunde entstehen: Bluthochdruck und Diabetes. Doch Gewaltkuren und einseitige Power-Diäten sollten Sie gleich wieder vergessen. Es ist nur gesund, wenn Sie langsam abnehmen – ein Pfund pro Woche genügt. Wie Sie dies am besten schaffen, erfahren Sie beispielsweise bei Ihrem Hausarzt oder ausgebildeten Ernährungsberatern.
Bewusst genießen
Entscheidenden Einfluss auf das Blutcholesterin nimmt die Ernährung. Besonders wichtig ist dabei die Art der Nahrungsfette. Vor allem tierische Fette in Fleisch und Milchprodukten enthalten sogenannte gesättigte Fettsäuren, die das „schlechte“ LDL-Cholesterin in die Höhe treiben. Diese Choles-terinart fördert die Arterienverkalkung. Hochwertige pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil an einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren hingegen erhöhen das „gute“ HDL-Cholesterin, das beim Abtransport des ungeliebten LDL-Cholesterins mitwirkt. Es geht also nicht nur darum, die hierzulande oft zu fetten Nahrungsmittel zu reduzieren, sondern vor allem darum, die richtigen Fette auszuwählen. Bewusst eingesetzt tragen Pflanzenfette und Öle wie Olivenöl, Walnussöl, Sojaöl, Distelöl und Leinöl dazu bei, den Fettstoffwechsel in gesündere Bahnen zu lenken. Auch die sogenannten Omega-3-Fettsäuren in vielen Fischsorten (fetter Seefisch) gehören zu den gesunden Fetten, daher gilt: zweimal pro Woche Fisch auf den Tisch!
Spezielle Lebensmittel bieten eine weitere Möglichkeit, die LDL-Werte sanft zu senken: Diät-Margarinen, Diät-Milchgetränke und Joghurt-Drinks mit zugesetzten sogenannten Pflanzensterinen. Sie blockieren im Darm die Aufnahme von Cholesterin ins Blut und beeinflussen so den Cholesterinspiegel positiv. Doch hier ist Vorsicht geboten: Zu viele der helfenden Stoffe stören den Darm dabei, gesunde Carotinoide und fettlösliche Vitamine aufzunehmen. Damit Sie wissen, wann es zu viel des Guten ist, lassen Sie sich von einem Stoffwechselexperten helfen – in vielen Städten gibt es mittlerweile spezielle Fettstoffwechselsprechstunden.
Runter vom Sofa – ran an den Sport
Auch mit regelmäßiger Bewegung kämpfen Sie gegen erhöhte Blutfettwerte an und tun dem Herz-Kreislauf-System generell gut: Ihre Kondition verbessert sich, Abnehmen fällt leichter und Stress baut sich schneller ab. Zudem erhöhen Ausdauersportarten wie Laufen, Fahrradfahren, Walken und Schwimmen das „gute“ HDL-Cholesterin.
Finger weg vom blauen Dunst
Ein weiterer großer Feind der Arterien ist die Zigarette. Die im Rauch enthaltenen Substanzen schädigen die Innenwände der Blutgefäße und die Fette können sich noch besser ablagern. Außerdem verengt Nikotin die Blutgefäße und lässt das Blut schneller verklumpen: Thrombosen drohen – noch ein Grund, die Finger vom Glimmstängel zu lassen.
Reicht das alles nicht aus, um die Blutfettwerte auf das gewünschte Niveau zu senken, gibt es verschiedene Medikamente, die Herz und Kreislauf aus der Gefahrenzone bringen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
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