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Brustkrebs: Ein Gen ist schuld

Bei manchen Frauen mit Brustkrebs ist ein bestimmtes Gen an der Krankheit schuld, fanden Hamburger Forscher heraus. Das Gen ESR1 vermehrt sich bei diesen Frauen krankhaft und sorgt dafür, dass sich übermäßige Mengen eines bestimmten Eiweißes bilden. Dieses wiederum bindet das Hormon Östrogen an sich – beides zusammen ist einer der wichtigsten bekannten Brustkrebs-Auslöser. Insgesamt nahm das Hamburger Forschungsteam Gewebeproben von mehr als 2.000 Brustkrebspatientinnen unter die Lupe. Bei jeder Fünften war der Genfehler die Ursache der Erkrankung.

Den Gendefekt können die Mediziner bereits aufspüren, wenn noch gar kein Krebs entstanden ist. Würde eine Standarduntersuchung auf die Genvermehrung eingeführt, ließe sich der Krebs so sehr früh finden und deshalb besonders gut behandeln. Die Entdeckung der Hamburger Forscher macht möglicherweise auch die Behandlung von Brustkrebs noch erfolgreicher: Bei Patientinnen mit der krankhaften Genvermehrung hilft eine bestimmte Medikamententherapie besonders gut.

Do, 21.06.2007 16:33 / na / Mai 07 Druckversion Mail Zurück Weiter

 

 

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