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| Keine Kontaktlinsen vom Grabbeltisch |
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 Bildquelle: Jürgen Werres/pixelio.de | Augenärzte warnen davor, weiche Kontaktlinsen im Supermarkt oder in der Drogerie zu kaufen – auch wenn sie dort oft günstiger als beim Optiker sind. „Kontaktlinsen sind Medizinprodukte und keine Ware, die vom Grabbeltisch kommen sollte“, sagt Augenarzt Gerald Böhme, Leiter des Ressorts Kontaktlinsen beim Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.
Billige weiche Kontaktlinsen aus dem Supermarkt seien auch aus billigem Material hergestellt und könnten den Augen somit schaden, warnt Böhme. Außerdem sei die Form dieser Linsen fast immer gleich, obwohl die Augen der Träger verschieden seien. „Naheliegend, dass ein und dieselbe Kontaktlinse nicht auf jedes Auge passen kann“, sagt der Augenarzt.
Auch entspreche die Stärke der Supermarkt-Linsen meist nicht der Brillenstärke des Trägers. „Das Problem ist, dass es bei weichen Kontaktlinsen keine Eingewöhnungsphase wie bei formstabilen Linsen gibt“, erklärt Böhme. „Die weichen Linsen sind leicht einzusetzen und irgendwie scheinen sie immer zu passen.“ Das vermittle vielen fälschlicherweise das Gefühl, dass sie gar keinen Arzt aufsuchen müssten.
„Wer sich für das Tragen von Kontaktlinsen entscheidet, sollte immer einen Arzt aufsuchen“, rät Böhme. Denn nur der könne feststellen, ob das Auge überhaupt gesund sei, und gegebenenfalls über Wechselwirkungen mit Medikamenten informieren. Er könne auch den Sitz der Kontaktlinsen präzise anpassen. |
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