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Vorstellung des neuen Gesundheitsministeriums


Dr. Philipp Rösler
Annette Widmann-Mauz
Daniel Bahr


Dr. Philipp Rösler

Bildquelle: Dr. Philipp Rösler

Dr. Philipp Rösler – Er gilt als Senkrechtstarter auf dem politischen Parkett: Mit erst 36 Jahren ist Dr. Philipp Rösler (FDP) zum Bundesgesundheitsminister ernannt worden und ist damit der Jüngste in der aktuellen Ministerriege von Kanzlerin Angela Merkel.

Rösler wurde 1973 in Vietnam geboren. Im gleichen Jahr adoptierte ihn eine deutsche Familie. Der Politiker ist in Hamburg, Bückeburg und Hannover aufgewachsen. Nach dem Abitur 1992 trat der heutige Minister als Sanitätsoffizier in die Bundeswehr ein, die ihn für ein Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover freistellte. Rösler ist verheiratet und Vater von Zwillingen.

1999 begann er seine Facharztausbildung am Hamburger Bundeswehrkrankenhaus. 2002 promovierte er im Bereich Herz-Thorax-Gefäßchirurgie. Ein Jahr später verließ er die Bundeswehr als Stabsarzt.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der heutige Minister die Weichen für seine politische Karriere bereits gestellt: Schon im Jahr seines Abiturs 1992 trat Rösler der FDP bei. Im Jahr 2000 wurde er ehrenamtlicher Generalsekretär der niedersächsischen FDP – mit erst 26 Jahren. 2003 wählten ihn die Niedersachsen in den Landtag, vier Jahre später stand er bei der Landtagswahl bereits als Spitzenkandidat seiner Partei ganz oben auf der Liste. Seit 2005 ist Rösler Mitglied des FDP-Bundespräsidums, seit 2006 Vorsitzender der FDP in Niedersachsen.

Am 18. Februar 2009 wurde der 36-Jährige Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. In dem niedersächsischen Ministerium blieben ihm aber nur acht Monate, um Erfahrungen zu sammeln, wie man ein Ministeramt führt – nicht viel Zeit angesichts des andauernden Streits um Gesundheitsfonds und Kopfpauschale.

Wie glaubwürdig der Minister ist, bleibt abzuwarten: Anfang 2009 hatte er noch beteuert, er wolle auf keinen Fall ein politisches Amt in Berlin übernehmen. Sein Ziel sei die Landespolitik, sagte er damals – entsprechend überraschend kam sein Wechsel in das Amt des Bundesgesundheitsministers.

In der Politik ist Rösler mit 36 Jahren ganz oben angekommen. Dass er auf der politischen Karriereleiter kaum mehr höher klettern kann, stört ihn offenbar wenig: Er plant bereits das Ende seiner politischen Arbeit. „Mit 45 ist Schluss“, beteuerte der Minister in mehreren Interviews. Das sei für ihn schon vor Beginn seiner steilen Karriere klar gewesen. Dann möchte er etwas ganz anderes machen.


Annette Widmann-Mauz

Bildquelle: Deutscher Bundestag / Frank Ossenbrink

Anders als ihr neuer Vorgesetzter im Bundesgsundheitsministerium haben die parlamentarischen Staatssekretäre Annette Widmann-Mauz (CDU) und Daniel Bahr (FDP) bereits Erfahrungen in der Gesundheitspolitik. Die beiden haben bereits im Gesundheitsausschuss des Bundestages zusammengearbeitet.

Parlamentarische Staatssekretäre unterstützen den Minister bei der Erfüllung seiner Aufgaben: So können sie ihn bei Erklärungen vor dem Bundestag, dem Bundesrat und in Sitzungen der Bundesregierung vertreten.Das Amt ist immer abhängig vom Amt des Ministers: Scheidet er aus dem Amt, scheidet der Parlamentarische Staatssekretär automatisch mit aus.

Widmann-Mauz war seit 2002 bis zu ihrem Wechsel ins Ministerium gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion. Seit 2005 war sie zudem Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion. Politisch aktiv ist die 43 Jährige bereits seit 1984 – in dem Jahr trat sie in die CDU ein. 1998 wurde die Tübingerin, die Politik und Rechtswissenschaften studiert hat, in den Bundestag gewählt.


Daniel Bahr

Bildquelle: Frank Ossenbrink
Der 33-Jährige FDP-Politiker Daniel Bahr war seit 2005 gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Im Anschluss an eine Banklehre absolvierte er zuvor in Münster ein Business-Management-Studium mit dem Schwerpunkt „International Healthcare and Hospital Management“. Seine politische Karriere startete Bahr 1990, als er sich den Jungen Liberalen anschloss. Zwei Jahre später trat er der FDP bei. 1999 bis 2005 war der Politiker Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen, seit 2001 ist er Mitglied im Bundesvorstand seiner Partei. Seit 2002 ist Bahr Bundestagsabgeordneter. Zunächst war er Sprecher für demographische Entwicklung, Behindertenpolitik und Pflege der FDP-Bundestagsfraktion, bis er sich ganz der Gesundheitspolitik verschrieb.

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Do, 04.02.2010 13:14 / na Druckversion Mail Zurück Weiter

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