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Patientenverband kritisiert Kassen

Die Krankenkassen beschränken sich nicht mehr auf ihre eigentlichen Aufgaben, sondern mischen sich zunehmend auch in medizinische Entscheidungen ein. Dies beklagt die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP). Die Gesellschaft spricht in einer Erklärung von „diversen Unverschämtheiten der AOK gegenüber ihren Kunden“, die ihr aus dem Kreis der Mediziner und der Pflege zugetragen worden seien.

So komme es immer wieder vor, dass die vom Arzt verordneten Leistungen zur häuslichen Pflege mit zweifelhaften Begründungen von den gesetzlichen Krankenkassen abgelehnt werden. Auch maßten sich Sachbearbeiter der gesetzlichen Krankenkassen an, ärztliche Entscheidungen eigenständig zu korrigieren.

So habe ein Mediziner einem Patienten mit Herzproblemen kürzlich einen speziellen Kompressionsverband verordnet. Die AOK habe dem Patienten daraufhin einfach mitgeteilt, dass diese Verordnung „nicht indiziert“ sei und der behandelnde Arzt über diese Kassen-Entscheidung informiert werde. „Dieses Vorgehen verstößt gegen die Richtlinien: Solche Entscheidungen liegen allein im Verantwortungsbereich des Mediziners“, moniert die DGVP.

Mo, 19.10.2009 12:36 / na / Juli - September 2009 Druckversion Mail Zurück Weiter

 

 

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