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| Putzfrau verdient mehr als Hautarzt |
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Angeblich gehören Mediziner noch immer zu den Top-Verdienern in Deutschland. Eine Rechnung der ganz anderen Art macht der Hamburger Hautarzt Florian Diaz Pesantes auf: Er verdiene weniger als seine eigene Putzfrau, berichtete die „Bild-Zeitung“.
Der 44-jährige Hamburger rechnet vor: 70 Stunden arbeite er in der Woche, er mache fast alles allein. Vor drei Jahren habe er seine drei Arzthelferinnen entlassen müssen, um die drohende Insolvenz zu verhindern. Das Problem: Nach Abzug aller Kosten wie Kredit und Miete blieben ihm 20.000 Euro im Jahr. „Ein Stundenlohn von rund 5,90 Euro.“ Seine Reinigungskraft dagegen bekomme rund zehn Euro pro Stunde.
Grund genug für den Mediziner, nun das Handtuch zu werfen und sich im Ausland einen neuen Job zu suchen.
Damit geht wieder einer mehr: Allein im vergangenen Jahr seien 2.439 Mediziner ausgewandert, insgesamt schon 16.000, schreibt die Zeitung. „Das Gesundheitssys-tem hat mich ruiniert.“ Noch ein Riesenproblem seien die Regress-forderungen von 250.000 Euro gewesen, weil die Kassen meinten, er hätte zu viele Medikamente verschrieben. Das habe er aber mit viel Kleinarbeit abwenden können.
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