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Falsches Viagra lukrativer als Kokain

Der internationale Schwarzmarkt mit gefälschten Arzneimitteln boomt: Kein Wunder, meint die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Magdalene Linz. Denn Medikamente zu fälschen, lohnt sich für Kriminelle mehr, als mit Drogen zu handeln. Ein Kilo gefälschter Viagra-Pillen bringt rund 90.000 Euro, errechnete die Apothekerkammer, ein Kilo Kokain 65.000 Euro und ein Kilogramm Ecstasy 1.300 Euro. „Eine offene Flanke sind dabei dubiose Internetversender“, warnte Kammerpräsidentin Linz vor unechter Arznei. Verbraucher könnten sich schützen, indem sie nur in deutschen Apotheken kaufen.

Im Februar waren nach Angaben der Kammer bei einer Stichprobe verschiedener Internetversender mehr als die Hälfte der geprüften Viagra-Präparate minderwertig. Im vergangenen Jahr haben Zollbeamte an den europäischen Grenzen laut EU-Kommission  51 Prozent mehr gefälschte Arzneimittel abgefangen als 2006.


Do, 16.10.2008 14:13 / na / August-September 2008 Druckversion Mail Zurück Weiter

 

 

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