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Ärzte contra Mangel-Medizin

Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, hat die Politik aufgefordert, Verantwortung für die Rationierung medizinischer Leistungen zu übernehmen. Schon seit Jahren gebe es eine heimliche Rationierung. „Wir Ärzte haben sie bisher nicht akzeptiert und versucht, sie zu kompensieren. Inzwischen ist klar, dass es Rationierung in jedem Land der Welt gibt, eben auch bei uns in Deutschland.

Die Rationierung muss aber offen diskutiert werden, und dabei wollen auch wir Ärzte mitreden. Die Politik und die Kassen dürfen nicht länger behaupten, die Patienten bekämen die notwendige Versorgung, und in Wirklichkeit wird dieses Notwendige dem Finanzierbaren angepasst. Das machen wir nicht mehr mit“, sagte der Ärztepräsident im Interview mit der Zeitung „Die Welt“.

Davon wollte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt allerdings nichts wissen: Es gebe keine heimliche Rationierung in der Medizin. Jeder bekomme, was medizinisch notwenig sei, betonte die Ministerin. „Ich kenne niemanden, der von einer medizinisch notwendigen Therapie ausgeschlossen wird“, sagte sie auf einer Fachtagung.

Do, 28.08.2008 17:23 / na / Juni-Juli 2008 Druckversion Mail Zurück Weiter

 

 

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