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| Deutschen Ärzten fehlt die Zeit für Patienten |
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Hausärzte in Deutschland haben für jeden ihrer Patienten im Schnitt nur acht Minuten Zeit. US-amerikanische, kanadische und neuseeländische Mediziner dagegen können sich mehr als doppelt so viel Zeit für ihre Patienten nehmen – obwohl sie im Schnitt pro Woche fünf Stunden weniger arbeiten als ihre deutschen Kollegen. Das ergab eine internationale Studie der Commonwealth Fund, einer privaten amerikanischen Stiftung.
Das liegt vor allem daran, dass deutsche Mediziner sehr viel mehr Patienten am Tag behandeln als ihre Kollegen: 243 Patienten bekommt ein deutscher Hausarzt der Studie nach pro Woche durchschnittlich in seiner Sprechstunde zu sehen. In den USA beispielsweise seien es nur 102, in Groß- britannien 154 Patienten, berichtet die Wissenschaftszeitung „spektrumdirekt“.
Auch die Bürokratie hindert die Mediziner an ihrer Arbeit: Etwa ein Zehntel ihrer Zeit verbringen deutsche Hausärzte mit der Abrechnung oder dem Ausfüllen von Formularen und Anträgen – auch das ist mehr als in irgendeinem anderen in der Studie vertretenen Land.
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