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Patientenakten lagen herum
Auf dem Gelände der Alten Messe Leipzig sind Zehntausende von Krankenakten entdeckt worden. Sie sollten dort zwischengelagert, dann digitalisiert und vernichtet werden. Leider fand in der Halle aber noch ein Werksverkauf für Bekleidung statt. Das berichtet der Südwestrundfunk.

Sparwut verhindert Fortschritt
Wenn die Politik an der Gesundheit spart, müssen die Ärzte mit billiger Technik behandeln. Eine Studie zeigte dies jetzt für sogenannte Stents.

Gesundheitsfonds: Rentner zahlen drauf
Der neue Gesundheitsfonds kommt Deutschlands Rentner teuer zu stehen: Fast alle müssen jetzt höhere Krankenkassenbeiträge zahlen, da der neue Einheitssatz von 15,5 Prozent über ihrem bisherigen Beitrag liegt. Da die Renten erst im Juli erhöht werden, erhalten die Betroffenen in den ersten sechs Monaten des nächsten Jahres netto weniger.

Kein Krankengeld mehr
Selbstständige, die freiwillig gesetzlich versichert sind, haben ab Januar keinen Anspruch mehr auf Krankengeld, warnt das Wirtschaftsmagazin "Impulse".

Putzfrau verdient mehr als Hautarzt
Angeblich gehören Mediziner noch immer zu den Top-Verdienern in Deutschland. Eine Rechnung der ganz anderen Art macht der Hamburger Hautarzt Florian Diaz Pesantes auf: Er verdiene weniger als seine eigene Putzfrau, berichtete die "Bild-Zeitung".

Allergiebund kritisiert Sparwut
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund befürchtet wegen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen eine schlechtere Versorgung von Allergikern.

Serie: Teil 18 - So viel Honorar bekommt Ihr Arzt für die Füllung eines Zahns
Anders als jeder Klempner, Bäcker oder Anwalt bekommen Ärzte keine festen Eurobeträge für ihre Arbeit. Für die Behandlung von Kassenpatienten gibt es zunächst kein Geld, sondern Punkte. Wie viel ein Punkt wert ist, erfahren Ärzte aber erst Monate später. Der Grund: Die Krankenkassen geben immer nur einen festen Geldbetrag aus, der dann ein ganzes Quartal lang für die Behandlung aller Patienten reichen muss - mit dem Effekt, dass der Arzt manchmal ein geradezu lächerliches Honorar für die einzelne Behandlung erhält, gerade, wenn viele Patienten in seine Praxis kommen. "durchblick gesundheit" beleuchtet in einer Serie, wie viel Ihr Arzt für eine Behandlung bekommt. Heute: Füllung eines Backenzahns.

Gesetzliche Krankenversicherung - Das gönnen sich die Kassenbosse
Der gesetzlich Versicherte ist inzwischen Kummer gewohnt: Nach jeder Gesundheitsreform wird kräftig an der Beitragssatz-Schraube gedreht - er muss wieder einmal tiefer in die Tasche greifen. Obwohl sie ständig über chronischen Geldmangel klagen, wollen die Kassenbosse selbst den Gürtel jedoch kein Stück enger schnallen. Ganz im Gegenteil: Die saftigen Gehälter in den Vorstandsetagen der Krankenkassen haben nun den Bundesrechnungshof alarmiert.

Krankengymnastik, Sprachtherapie & Co - Sparen bei den chronisch Kranken
Robert S. braucht regelmäßig Krankengymnastik. Um die Beschwerden wegen seines Rheumas erträglich zu halten, müsste Robert S. wenigstens einmal in der Woche zu seinem Physiotherapeuten. Doch weil der Sparwahn im Gesundheitswesen auch hier keinen Halt macht, muss der Rheumapatient immer wieder Therapiepausen einlegen und Rückschläge verkraften. Mittlerweile gibt es für Krankengymnastik, Ergo- oder Sprachtherapie nur noch so wenig Geld, dass die ersten Praxen dichtmachen - oder nur noch Privatpatienten behandeln.

Verwaltungswahn statt Geld für die Behandlung - Der Gesundheitsfond: Ein Milliardengrab
Rückblickend klingt es wie ein schlechter Scherz: Ohne Änderungen drohe den gesetzlich Krankenversicherten ein Beitragssatz von über 15 Prozent, rechtfertigte die Regierung noch vor fünf Jahren ihre damalige Gesundheitsreform. Inzwischen wären die Krankenkassen froh, wenn sie diesen Schnitt halten könnten: Experten rechnen für 2009 mit einem Durchschnittssatz von fast 16 Prozent und sehen besonders den umstrittenen Gesundheitsfonds als Kostentreiber. Doch erneut weisen Politiker jede Schuld von sich - und wollen nun sogar den Ärzten die Schuld in die Schuhe schieben.

Reformen im GKV-System - Insolvenzrecht: Versicherte blechen für kranke Kassen
Dass der Pleitegeier über vielen deutschen Krankenkassen kreist, ist nicht neu - dass die Schulden einigen Kassen bald zum Verhängnis werden, jedoch schon: Bislang galt das Insolvenzrecht für viele gesetzliche Krankenversicherungen nicht. Diesen Schutz verlieren sie ab 2010. Der Dumme ist wieder einmal der Versicherte: Er muss in die Tasche greifen, wenn eine Krankenkasse vor der Pleite steht.

Aktion: So schützen Sie Ihre Daten
Das Aktionsbündnis "Stoppt die e-Card!" legt nach im Kampf gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte: Es hat eine Patientenverfügung zum Datenschutz verfasst.

Verdacht auf politische Schleichwerbung
Fertige Radiobeiträge des Gesundheitsministeriums sollte die Bürger von der Gesundheitsreform überzeugen. Das ergaben Recherchen des ARD-Politikmagazins "Report Mainz": Das Ministerium habe eine PR-Agentur beauftragt, sendefähige Hörfunktbeiträge zu erstellen und ab April 2007 zu verbreiten, berichtete das Magazin. Das sollte die Zuhörer bewusst täuschen: Dass die Beiträge nicht aus der Radioredaktion des jeweiligen Senders stammten, wäre nicht zu erkennen gewesen, erklärte eine ehemalige Mitarbeiterin der PR-Agentur. Dafür habe die Agentur den Radiosendern für die Ausstrahlung sogar Geld gezahlt.

Kassen rechnen mit 15,8 Prozent Beitrag
Gesetzlich Versicherte müssen ab 2009 offenbar noch tiefer in die Taschen greifen: Der Einheitsbeitrag durch den geplanten Gesundheitsfonds könnte bei 15,8 Prozent liegen, befürchtet der Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK). Das liegt nach Meinung des Verbandschefs Thomas Ballast an hohen Kosten im Gesundheitssystem und Versprechungen von Politikern, dass Ärzte und Kliniken dann mehr Geld bekommen sollen

Falsches Viagra lukrativer als Kokain
Der internationale Schwarzmarkt mit gefälschten Arzneimitteln boomt: Kein Wunder, meint die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Magdalene Linz. Denn Medikamente zu fälschen, lohnt sich für Kriminelle mehr, als mit Drogen zu handeln. Ein Kilo gefälschter Viagra-Pillen bringt rund 90.000 Euro, errechnete die Apothekerkammer, ein Kilo Kokain 65.000 Euro und ein Kilogramm Ecstasy 1.300 Euro.

Versorgungslücke - Ärztemangel: Mediziner vor dem Massenruhestand
Quälend lange Wege bis zur nächsten Praxis und enorme Wartezeiten: In manchen ländlichen Regionen gehören niedergelassene Ärzte inzwischen zu einer aussterbenden Gattung - viele Ärzteverbände beklagen Versorgungslücken und fehlenden Nachwuchs. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will von einem drohenden Medizinermangel jedoch nichts wissen. Die Zahl der gemeldeten Ärzte sei schließlich gestiegen. Aktuelle Erhebungen zeigten sogar einen "historischen Höchststand", verblüffte sie kürzlich die Medien. Grund genug, sich die Zahlen einmal genau anzuschauen.

AIDS-Hilfe: "Stoppt die e-Card"
Auch die Deutsche AIDS-Hilfe unterstützt jetzt das Bündnis "Stoppt die e-Card". "Durch die elektronische Gesundheitskarte darf kein gläserner Patient entstehen", warnt Sylvia Urban, Vorstand der Organisation. "Meine Daten gehören zu mir als Mensch und nicht auf Server irgendwo im Internet", fordert sie im Vorfeld des 111. Deutschen Ärztetages in Ulm. Die elektronische Gesundheitskarte ist dort eines der zentralen Themen.

Ärzte contra Mangel-Medizin
Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, hat die Politik aufgefordert, Verantwortung für die Rationierung medizinischer Leistungen zu übernehmen. Schon seit Jahren gebe es eine heimliche Rationierung. "Wir Ärzte haben sie bisher nicht akzeptiert und versucht, sie zu kompensieren. Inzwischen ist klar, dass es Rationierung in jedem Land der Welt gibt, eben auch bei uns in Deutschland.

Patientenfrust - Gehört Ulla Schmidt vor ein Strafgericht?
So manchem geht offensichtlich angesichts der immer drastischeren Sparmaßnahmen die Geduld aus. Über juristische Konsequenzen für die verantwortlichen Politiker dachten in einem Wartezimmer entrüstete Patienten nach. "Körperverletzung" oder "räuberische Erpressung" hörte Anwalt Carlos A. Gebauer, der zufällig anwesend war. Und die Aufgebrachten darauf aufmerksam machen musste, dass Politiker keine juristische Verantwortung tragen. Sein Bericht.

Aufgeschnappt

 

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