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Reform wird zu Reförmchen – Gesetz gegen den Ärztemangel vor dem Flop
Endlich wieder mehr Landärzte, nie mehr weite Wege in die Stadt: Dafür soll ein neues Gesundheitsgesetz sorgen. Für seinen ersten Entwurf dazu bekam Gesundheitsminister Daniel Bahr noch viel Lob. Einige Kompromisse und Änderungen später steht der Erfolg wieder schwer in Frage.

Regelungen für ambulante Operationen: Super für den Patienten – bei Politikern unerwünscht
Ambulante Operationen bieten eigentlich nur Vorteile. Man ist schnell wieder zu Hause, rascher wieder fit – und die Kassen sparen Geld. Kaum zu glauben: Ein Gesetz will nun ausgerechnet bei diesen patientenfreundlichen Operationen den Rotstift ansetzen.

Elektronische Gesundheitskarte – Trotz Pleiten und Pannen: Das Projekt e-Card rollt an
Milliardenkosten, minimaler Nutzen: Wohl kaum ein gesundheitspolitisches Projekt ist so umstritten wie die elektronische Gesundheitskarte. Eine Milliarde Euro an Beitragsgeldern hat es bereits verschlungen. Doch nach sechs Jahren Entwicklung steht das Pannenprojekt immer noch am Anfang. Trotzdem rollt es nun offiziell an. Der Widerstand indes ist ungebrochen.

Nach der City-BKK-Pleite – Alt, krank, abgewimmelt: Wenn die Kasse dichtmacht
Endloswarteschleifen am Telefon, verschlossene Filialtüren, abweisende Sachbearbeiter: Nach der Pleite der City BKK müssen sich deren Versicherte eine neue Krankenkasse suchen – und erleben dabei Unglaubliches. Immer wieder werden sie abgewimmelt. Schließlich muss sogar das Gesundheitsministerium eingreifen, damit die Versicherten zu ihrem Recht kommen.

Ein Senkrechtstarter unter der Lupe – Neuer Minister, neues Glück – oder: Was kann Daniel Bahr?
Er ist der bislang jüngste Bundesgesundheitsminister aller Zeiten: Mit nur 34 Jahren hat Daniel Bahr das wohl unbequemste Ressort der Bundesregierung übernommen. Der FDP-Politiker ist jedoch kein Neuling auf dem gesundheitspolitischen Parkett. So war er bereits gesundheitspolitischer Fraktionssprecher seiner Partei und zuletzt Staatssekretär unter seinem Vorgänger Philipp Rösler. „durchblick gesundheit“ stellt den neuen Mann an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) vor.

Krankenhaus-Krise – Pleitegeier kreist über Kleinkliniken
In der Kliniklandschaft droht der Kahlschlag. Jedes zehnte Krankenhaus läuft bis 2020 in die Pleite, zeigen aktuelle Wirtschaftsdaten. Besonders brisant: Während die großen Häuser der Privatkonzerne ihre Gewinne in die Höhe schrauben, stehen die kleinen Krankenhäuser auf dem Land am Abgrund – doch gerade sie sind für die Patientenversorgung auf dem Land immens wichtig.

Gesundheit und Journalismus - Der Medien-Doktor bittet zur Sprechstunde
Homöopathie hilft gegen Malaria, Infrarotlicht gegen Hirntumore und Honig gegen Herzprobleme: Wenn die hiesigen Medien über Gesundheitsthemen berichten, stellen sich bei Ärzten nicht selten die Nackenhaare auf. Immer wieder schreiben Journalisten naiv, unvollständig, irreführend oder vorurteilsgeladen über Krankheiten und Behandlungspfade. Eine Qualitätsprüfung der Gesundheitsberichte gibt es nicht – genau das wollen die Gründer der Seite www.Medien-Doktor.de jetzt ändern.

Streit um Arzttermine – Lauterbach: Harte Strafen für Dr. Geldgeil
Wieso mit dem Zuckerbrot winken, wenn es auch die Peitsche gibt: Prof. Karl Lauterbach, der streitbare Gesundheitssprecher der SPD, will Ärzte hart bestrafen, wenn sie Privatpatienten bei Terminen bevorzugen. Mit seinem medienwirksamen Kampf für Gerechtigkeit machte sich der Professor mit der Fliege diesmal jedoch wenig Freunde.

Ärztemangel – „Wir steuern in Berlin auf eine Katastrophe zu“
Für Patienten in den ländlichen Regionen Brandenburgs, Niedersachsens oder Sachsen-Anhalts ist der Medizinermangel längst zum traurigen Alltag geworden. Doch diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Versorgungsprobleme gibt es nun auch mitten in der Hauptstadt, meldeten die zuständigen Behörden vor Ort. Haus-ärzte würden in Berlin wieder händeringend gesucht. Trotzdem sprechen die Krankenkassen von Überangebot und sehen sogar eine „Ärzteschwemme“ – wie kommt dieser Widerspruch zustande? „duchblick gesundheit“ fragt nach.

Kodieren statt kurieren: Neue Bürokratiefalle für Arzt und Patient
Nervös fliegen seine Blicke über die Zahlenkolonnen, fluchend hackt der Arzt Daten in seinen Computer – anstatt Ihnen aufmerksam zuzuhören. Eine ärgerliche Ausnahme? Vielleicht schon bald die Regel: In Deutschlands Arztpraxen sollen Mediziner künftig alle Krankheiten ihrer Patienten nach einem aufwendigen System in Ziffern und Nummern übersetzen. Vorteile hat dieser Bürokratiewahn nur für die Krankenkassen.

Patientenversorgung in Gefahr – Kassen in den Miesen: Kampf um jeden Cent
Jahrelang ruhten sie auf bequemen Finanzpolstern. Jetzt kommt für so manche Krankenkasse das böse Erwachen: Nach Milliarden-überschuss im Jahr 2009 zeigt die Endabrechnung 2010 für die gesetzlichen Kassen ein dickes Minus von 445 Millionen Euro. Jetzt bleibt nur der eiserne Sparkurs – und der wird Folgen für die ärztliche Versorgung in Praxis und Klinik haben, fürchten Patientenverbände.

Ärztemangel an Krankenhäusern – Erschöpft und überlastet: Klinikärzte im Dauerstress
24-Stunden-Marathon-Dienste, keine Ruhezeiten, 60-Stunden-Wochen und Überstunden ohne Ende: Für viele Klinikärzte in Deutschland ist das immer noch der ganz normale Alltag. Zwar sollte ihre Arbeitszeit eigentlich geregelt sein, Tarifverträge geben das vor – doch die Realität sieht meistens anders aus. Für Patienten kann das fatale Folgen haben. Denn ist der Arzt erschöpft und überlastet, passieren schneller Fehler.

Teure Gesundheit – Von A bis Z: die Gesundheitsreform
Die Regierung setzt den Rotstift an: Die Gesundheitsreform ist beschlossene Sache. Vergeblich sind Opposition, Gewerkschaften, Arbeitgeber und Sozialverbände dagegen Sturm gelaufen. Es kommt wie immer: Versicherte zahlen mehr, auch Ärzte, Kliniken und Arbeitgeber müssen kräftig bluten. „durchblick gesundheit“ erklärt, was die Reform konkret bedeutet – von A wie Arzneimittel bis Z wie Zusatzbeiträge.

Medizinstudium – Operation Bachelor – oder die Angst vor dem Discount-Arzt
Klinik oder Praxis, junger Assistenzarzt oder erfahrener Spezialist – auf eines können sich die Patienten in Deutschland immer verlassen: Jeder Arzt hat eine lange und gründliche Ausbildung hinter sich. Zumindest war das bisher so. Einige private Universitäten wollen das Medizinstudium jetzt völlig reformieren und verkürzen. Die Ärztekammern warnen vor der Schnellausbildung und sehen schon den „Arzt light“ in der Patientenversorgung.

Ein Arzt steigt aus – „Die Bedingungen haben mich aus dem System gemobbt“
Regulierungswütige Krankenkassen, tatenlose Politiker und ein hoch kompliziertes Honorarsystem – Michael Borowsky konnte und wollte das alles nicht mehr ertragen. Also stieg er aus. Nach 25 Jahren als praktizierender Arzt hängte er seinen Beruf an den Nagel – und schrieb sich seinen Frust von der Seele. „Praxis geschlossen“ heißt das Buch, in dem Borowsky seine Erfahrungen als niedergelassener Hausarzt festgehalten hat. Es ist vor kurzem im Rotbuch Verlag erschienen. „durchblick gesundheit“ sprach mit dem Aussteiger.

Mehr Durchblick für Versicherte: Wie sinnvoll ist die Patientenquittung?
Die Forderung ist nicht neu, doch angesichts knapper Kassen schallt es derzeit wieder besonders laut aus allen Ecken: Gesetzlich Versicherte sollen nach jedem Arztbesuch eine Quittung erhalten. Der Gedanke, der dahintersteckt: Wenn Patienten sehen, wie teuer ihre Behandlung ist, verhalten sie sich kostenbewusster. Doch sorgt der „Arzt-Bon“ wirklich für mehr Durchblick?

KVen müssen Daten rausrücken
Kassenärztliche Vereinigungen (KV) sind verpflichtet, gesetzlich Krankenversicherten Auskunft über ihre Daten zu erteilen. Das gilt auch für abgerechnete medizinische Leistungen, hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entschieden (Az.: L 5 KR 153/09).

Spargesetz: von der Pharmalobby diktiert?
Das neue Gesundheitsgesetz will auch kräftig bei Medikamenten sparen, sagt jedenfalls das Ministerium. Der Entwurfstext dazu birgt allerdings reichlich Zündstoff: Laut „Süddeutsche Zeitung“ sollen ganze Passagen daraus eins zu eins aus einem Papier der Pharmalobby stammen.

Medizin und Geld – Im Abrechnungslabyrinth der Ärzte
Wer arbeitet, muss auch bezahlt werden: Der Bäcker verlangt das Geld für die Brötchen direkt an der Theke, der Anwalt schreibt eine Rechnung und der Ingenieur erwartet ein festes Gehalt von seiner Firma – klare Sache. Doch was muss ein niedergelassener Arzt machen, um sein Honorar zu bekommen? „durchblick gesundheit“ wagt sich ins ärztliche Abrechnungschaos.

Erste Betriebskrankenkassen vor dem Aus – Hilfe – meine Kasse ist pleite. Und nun?
Der Pleitegeier kreist über der Krankenversicherungslandschaft. Die City BKK hat als erste deutsche Kasse eine drohende Insolvenz anmelden müssen, im September ist für sie wahrscheinlich endgültig Schluss. Sogar um große Kassen wie die DAK gibt es bereits Pleite-Gerüchte. Experten meinen, demnächst könnte es noch viel mehr erwischen. Doch was passiert mit den Mitgliedern, wenn bei einer Krankenkasse die Lichter ausgehen?

 

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