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Apotheken: Rabattschlacht auf dem Rücken der Patienten
Kassenpatienten fühlen sich in den Apotheken inzwischen immer häufiger veralbert: Manche Medikamente sind nicht lieferbar, für andere muss man tief in die eigene Tasche greifen, und immer wieder tauscht der Apotheker die Pillen und Salben aus, an die man sich gerade gewöhnt hatte – in vielen Apotheken scheint es drunter und drüber zu gehen. „durchblick gesundheit“ beleuchtet die Hintergründe.

Kassen übernehmen Fahrtkosten
Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Fahrt zum Arzt nur nach vorheriger Genehmigung. Das heißt: Der Versicherte muss eine Fahrtkostenerstattung vor der ambulanten Behandlung beantragen. Darauf weist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hin.

Kein Geld für Treppen-Gehhilfe
Versicherten, die im Rollstuhl sitzen, müssen die gesetzlichen Krankenkassen keine elektrisch betriebene Treppensteighilfe finanzieren. Das hat das Bundessozialgericht entschieden (Aktenzeichen: B 3 KR 13/09 R).

Mehr Geld für die Pflege
Hartz-IV-Empfänger haben Anspruch auf höhere Leistungen, wenn sie schwer kranke Angehörige pflegen. Das hat das Sozialgericht Ulm entschieden.

Kasse muss für Rehasport zahlen
Hat ein behinderter Mensch Gruppen-Rehasport verordnet bekommen, muss seine Krankenkasse die Kosten übernehmen. Eine zeitliche oder mengenmäßige Begrenzung der Leistung gibt es nicht. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel entschieden.

Vorsicht beim Wechsel - Die Tücken der privaten Krankenversicherung
Seit Jahresbeginn können gesetzlich Versicherte wieder leichter in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Röslers Gesundheitsreform hat’s möglich gemacht. Doch Vorsicht ist geboten bei einem Wechsel in die PKV. Für die meisten gesetzlich Versicherten ist er eigentlich gar nicht ratsam, sagen Verbraucherschützer. „durchblick gesundheit“ erklärt, welche Gefahren lauern und für wen der Status „privat versichert“ überhaupt infrage kommt.

Geld zurück bei Bandscheiben-Leiden
Urlauber, die eine Reise wegen eines plötzlichen Bandscheibenvorfalls nicht antreten können, bekommen ihre Reisestornokosten erstattet. Das gilt auch dann, wenn sie vorher schon unter Rückenschmerzen gelitten haben. Das hat das Oberlandesgericht Koblenz entschieden (AZ: 10 U 613/09).

Höhere Kosten, weniger Leistung – Gesundheitsreform: schon wieder weniger im Geldbeutel
„Nach der Reform ist vor der Reform“, sagte ein früherer Gesundheitsminister. Aber eines war allen Reformen gemeinsam: Gesetzlich Versicherte mussten immer mehr zahlen und bekamen dafür immer weniger. Das wird dieses Mal nicht anders sein. Die echten Probleme packt auch Minister Philipp Rösler nicht an.

Teure Privatversicherer – Schwindelerregende Prämien: so lassen sie sich drücken
Eigentlich gelten Privatversicherte als privilegiert im deutschen Gesundheitssystem. Doch für sie kam es in diesem Jahr knüppeldick. Um durchschnittlich mehr als sechs Prozent haben die privaten Krankenversicherungen ihre Prämien zum Jahresbeginn erhöht, einige sogar um bis zu 30 Prozent. Es gibt aber Möglichkeiten, die Kosten zu drücken. „durchblick gesundheit“ erklärt, auf was Privatversicherte achten sollten.

Kassen müssen Anlagen zahlen
Stark schwerhörige Menschen können ihre Wohnungen auf Kassenkosten mit Geräten ausstatten lassen, die Geräusche in Lichtsignale umwandeln. Derartige Lichtsignalanlagen gehören grundsätzlich zu den Hilfsmitteln, auf die gesetzlich Krankenversicherte Anspruch haben, entschied jetzt das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel.

Zusatzbeiträge - Sonderkündigungsrecht: Was Sie beachten müssen
Millionen Versicherte müssen in diesen Wochen tiefer in die Tasche greifen. Zahlreiche gesetzliche Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge. Während die Verantwortlichen in der Politik versuchen, den Schwarzen Peter von sich zu schieben, herrscht bei vielen Versicherten große Unsicherheit. „durchblick gesundheit“ erklärt Ihnen, was Sie beachten müssen, wenn Ihre Kasse einen Zusatzbeitrag erhebt.

Einkaufshilfe auf Kassenkosten
Blinden steht auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung ein Barcode-Lesegerät mit digitaler Sprachausgabe als Einkaufshilfe zu. Darauf weist der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) hin.

Kasse muss gutes Hörgerät zahlen
Die gesetzlichen Krankenkassen müssen schwer hörbehinderten Menschen die Kosten für hochwertige digitale Hörgeräte erstatten und dürfen sich nicht auf die Auszahlung unzureichender Festbeträge beschränken. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel entschieden.

Allergienotstand – Kein Geld für Heuschnupfen-Patienten
Die Versorgung von Allergiepatienten ist zeitaufwendig – und trotzdem bekommen Allergologen kein zusätzliches Honorar dafür. Ihr Berufsverband warnt jetzt vor einem „Allergienotstand“: Die Ärzte können sich die Behandlung von allergiekranken Patienten kaum noch leisten.

Gesundheitsreform - Kassen verschwenden Versichertenbeiträge
Fürs Zuhausebleiben bezahlt werden – was für viele traumhaft klingt, ist für einige Krankenkassenmitarbeiter wahr geworden: Sie werden fürs Nichtstun bezahlt. Grund ist die Gesundheitsreform.

Arzneimittel - Tritt auf die Kostenbremse: Festbeträge für Medikamente
Unzählige Medikamente mit ganz ähnlicher Wirkung gibt es auf dem deutschen Arzneimittelmarkt. Doch nicht alle bekommt man auf Kos-ten der Krankenkasse in der Apotheke: Festbeträge schreiben vor, wie teuer das Medikament höchstens sein darf, damit Sie es in der Apotheke ohne Zuzahlung erhalten. „durchblick gesundheit“ erklärt, was es damit auf sich hat und was das für Sie als Patient bedeutet.

Zuzahlungen auch bei Hartz-IV
Hartz-IV-Empfänger können sich nicht grundsätzlich von der Zuzahlung für Medikamente befreien lassen: Eine gewisse Beteiligung an ihren Arzneikosten sei für die Bezieher des Arbeitslosengeldes II zumutbar, entschied das Bundessozialgericht in Kassel. Die Richter wiesen damit die Klage eines 53-Jährigen ab: Weil er 42 Euro im Jahr für Arznei zahlen musste, sah er sein Existenzminimum bedroht.

Versicherungsbeiträge - Ab 2010 gibt es mehr Geld vom Staat zurück
Des einen Leid, des anderen Freud: Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen müssen ab 2010 bis zu einer bestimmten Grenze steuerfrei bleiben. Den Staat wird das Milliarden kosten – vielen Versicherten bleibt dagegen mehr Geld im Portemonnaie. „durchblick gesundheit“ erklärt, wer von der Neuregelung profitiert.

Sauftour kann teures Nachspiel haben
Wer nach einem Alkoholexzess im Krankenhaus landet, hat den Rettungswagen zu zahlen: Eine Fahrt kann ihn bis zu 600 Euro kosten, erklärt Christian Richter, ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Der Transport sei dann selbst verschuldet – und damit zahle auch keine Kasse.

6,5 Milliarden Euro Praxisgebühr
Seit Einführung der Kassengebühr Anfang 2004 haben gesetzlich Versicherte in Deutschland insgesamt 6,5 Milliarden Euro dafür hingeblättert, schätzte die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Die zehn Euro, die beim Arztbesuch pro Quartal fällig sind, heißen offiziell Praxisgebühr.

 

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