Barmer

Zahl der Diabetiker steigt

Immer mehr Menschen in Deutschland sind zuckerkrank. Das geht aus dem „Diabetes-Altas“ der Barmer hervor. Auffällig sind die großen regionalen Unterschiede.

Laut „Diabetes-Atlas“ gab es 2017 die höchsten Diabetesraten in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit jeweils 11,5 Prozent.
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2017 litten laut der Analyse 9,2 Prozent der Bevölkerung, also 7,6 Millionen Deutsche, an der Zuckerkrankheit. Das sind knapp sechs Prozent mehr als 2013 mit 8,7 Prozent der Bevölkerung. Mehr als 90 Prozent der Betroffenen leiden unter Diabetes vom Typ 2.

„Dass immer mehr Menschen Diabetiker sind, liegt nicht nur am demographischen Wandel. Ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel spielen auch eine Rolle. Deshalb ist es Zeit, dass die im Koalitionsvertrag verankerte Nationale Diabetes-Strategie ausgestaltet und umgesetzt wird“, fordert Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

Laut „Diabetes-Atlas“ gab es 2017 die höchsten Diabetesraten in Sachsen und Sachsen-Anhalt mit jeweils 11,5 Prozent, Brandenburg (11,3 Prozent), Thüringen (11,1 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (elf Prozent). Die geringsten Quoten lagen in Schleswig-Holstein (acht Prozent) und Hamburg (8,2 Prozent) vor.

„Die regionalen Schwankungen bei den Diabetesraten sind nicht auf unterschiedliche Alters- oder Geschlechtsstrukturen zurückführen“, so Straub. Allerdings könne man in den letzten fünf Jahren eine positive Entwicklung in Sachsen und Thüringen beobachten. Dort sei die Quote um je 0,2 Prozent gesunken, während andernorts die Betroffenenraten moderat gestiegen seien.

13.11.2018 10:10:09, Autor: red