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Studie warnt: Deutschlands Kinder nicht aktiv genug

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Lieber Smartphone und Handy als Fahrrad und Sportplatz: Mehr als jedes siebte Kind in Deutschland ist übergewichtig oder sogar fettleibig, zeigt eine aktuelle Studie. Bewegung kommt im Alltag von Kindern und Jugendlichen demnach entschieden zu kurz. Nur 22,4 Prozent der Mädchen und 29,4 Prozent der Jungen zwischen 3 und 17 Jahren bewegen sich pro Tag mindestens eine Stunde lang, wie es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt. Die größten Bewegungsmuffel sind Teenager zwischen 14 und 17 Jahren.

Die Hälfte der Kinder, die zu viel auf die Waage bringen, leide später als Teenager unter Fettpolstern, berichten Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) aus den Studienauswertungen. Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten, die mit Übergewicht verbunden sein können, spiegelten sich bei jungen Probanden noch nicht wider. Diese Zusammenhänge könnten erst weitere Studien zeigen.

Ein Lichtblick: Der Konsum zuckerhaltiger Getränke wie Cola, Limo und Energydrinks ging im Zehnjahresvergleich erfreulich zurück – von 28 auf 16 Prozent bei den Mädchen und von 34 auf 22 Prozent bei den Jungen. Forscher sehen das als Erfolg von Aufklärungskampagnen – der Verbrauch sei aber trotzdem weiter viel zu hoch. Verbraucherschützer von Foodwatch fordern zum Beispiel Werbebeschränkungen für ungesunde Kinderlebensmittel und eine Herstellerabgabe für überzuckerte Getränke.

durchblick gesundheit • Ausgabe 61 • Juli–September 2018

30.08.2018 12:07:14, Autor: na