Kurz gemeldet

Verdacht auf Betrug ist meist unbegründet

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„Ermittlungen gegen Arzt wegen Abrechnungsbetrug“: Solche Schlagzeilen schaffen es immer wieder auf die Titelseiten. Was die Zeitungen dann nicht mehr berichten: Häufig stellt sich der Verdacht als unbegründet heraus.

Im thüringischen Meinigen zum Beispiel gibt es eine eigene Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Betrugsdelikte im Gesundheitswesen. Im vergangenen Jahr ermittelte sie zu 46 neuen Strafanzeigen wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug. 16 der Fälle wurden bereits wieder eingestellt, zu einer Anklage kam es nicht. Denn oft handelt es sich nicht um einen vorsätzlichen Betrug, sondern lediglich um einen Fehler, den der Arzt bei der Abrechnung gemacht hat. Daran sollte man denken, wenn man wieder einmal eine reißerische Überschrift liest.

durchblick gesundheit • Ausgabe 60 • April–Juni 2018

03.05.2018 11:19:59, Autor: na