Keine Gefahr für Menschen

Afrikanische Schweinepest breitet sich weiter aus

Die geographische Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest erhöht das Risiko, dass die ansteckende und fast immer tödlich verlaufende Tierseuche auch nach Deutschland eingeschleppt wird. Für Menschen geht von dem Erreger aber keine Gefahr aus. 

Erkranken können an der Schweinepest nur Haus-, Busch-, Warzen- oder Wildschweine.
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In den vergangenen Jahren sind in einigen Ländern Ost-, Nordost-, und Mitteleuropas vermehrt Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgetreten; im Sommer 2017 wurden erstmals auch in Tschechien und Rumänien Infektionen bei Wild- beziehungsweise Hausschweinen registriert. Die zunehmende geographische Ausbreitung der Infektion erhöht das Risiko, dass die ansteckende und fast immer tödlich verlaufende Tierseuche auch nach Deutschland eingeschleppt wird. Für Menschen gehe jedoch weiterhin keine gesundheitliche Gefahr vom Erreger der Afrikanischen Schweinepest aus, teilt die Gesellschaft für Virologie (GfV) mit.

„Die Gesundheit des Menschen ist durch das Virus nicht in Gefahr, weder durch den Kontakt mit Tieren, noch durch den Verzehr von kontaminiertem Fleisch. Erkranken können ausschließlich Haus-, Wild-, Busch-, oder Warzenschweine“, sagt Professor Thomas Vahlenkamp, Vorsitzender der Kommission Virale Tierseuchen der Gesellschaft für Virologie (GfV).

Das Virus wird direkt von Tier zu Tier oder aber indirekt, etwa über rohe oder nicht erhitzten Fleisch- und Wurstwaren von Schweinen, die mit dem Virus infiziert waren, übertragen. Das Virus ist sehr widerstandsfähig und kann außergewöhnlich lange überleben – so ist es beispielsweise mehrere Monate in manchen Fleisch- und Schinkenwaren nachweisbar.

„Dieser Umstand erhöht das Risiko, dass sich der Erreger durch den Transport von nicht durchgegartem Fleisch infizierter Schweine verbreitet“, so Vahlenkamp. Auch unachtsam entsorgte Speisereste mit Schweinefleisch können zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest hierzulande beitragen, so das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

05.12.2017 10:37:13, Autor: Dr. med. Thomas Kron