Studienteilnehmer gesucht

Wie gut wirkt eine akustische Therapie bei Tinnitus?

Die Wirksamkeit einer Therapie mit frequenzgefilterter Musik oder anderen Geräuschen wird immer noch kontrovers diskutiert, da bisher nur Studien mit einer kleinen Probandenzahl existieren. Eine unabhängige Studie vom IMC-Institut in Kooperation mit der Hochschule Fresenius soll diese Lücke schließen und klären, ob der Effekt einer frequenzgefilterten Tinnitustherapie signifikant größer ist als der einer reinen Geräuschbehandlung nach dem Noiser-Prinzip ist.


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Dazu werden Studienteilnehmer mit einem tonalen Tinnitus, der seine Frequenz nicht oder nur unwesentlich ändert, gesucht. Die Studie umfasse 100 Probanden, die auf zwei Gruppen verteilt werden, eine Gruppe bekommt eine MP3-Datei mit breitfrequentem Rauschen, die anderen das gleiche Rauschen mit einer individuellen Frequenzfilterung, heißt es in einer IMC-Mitteilung. Beide Gruppen bestimmen zuvor ihre Tinnitusfrequenz beim HNO-Arzt oder Akustiker. Der Erfolg soll durch den Vergleich von Fragebögen vor Therapiebeginn, unmittelbar nach drei Monaten am Therapieende und im Follow-up nach weiteren drei Monaten überprüft werden.

„Es werden Studienteilnehmer gesucht, die einen tonalen Tinnitus haben, deren Tinnitusfrequenz von einem HNO-Arzt oder Akustiker bestimmt wurde, deren Hörschaden nicht größer als 50 dB ist, die sich zur Zeit in keiner Tinnitus-Behandlung befinden und keine psychischen Erkrankungen haben“, sagt Studienleiterin Sandra Ottensmann.

19.11.2017 12:46:08, Autor: red