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Urlaub trotz Krankengeld

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Wer bereits längere Zeit krankgeschrieben ist und Krankengeld bekommt, muss auf Urlaubsreisen nicht verzichten. Darauf weist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hin. Es gilt jedoch einiges zu beachten.

Ist ein gesetzlich versicherter Angestellter länger als sechs Wochen arbeitsunfähig krankgeschrieben, zahlt ihm seine Krankenkasse in der Regel Krankengeld. Grundsätzlich gilt dabei: Die Kasse muss nur solche Versicherte unterstützen, die sich in Deutschland aufhalten. Krankengeld-Empfänger können aber trotzdem Urlaub im Ausland machen, betont die UPD. Sie benötigen dann vor Antritt der Reise unbedingt eine Genehmigung ihrer Krankenkasse. Nur mit dieser sei sichergestellt, dass die Versicherten auch während ihres Auslandsaufenthalts Anspruch auf Krankengeld hätten.

Für den Antrag auf Genehmigung der Urlaubsreise brauchen die Krankengeld-Empfänger eine sogenannte Unbedenklichkeitserklärung ihres behandelnden Arztes. Dabei handelt es sich um ein positives Attest, mit dem der Arzt bestätigt, dass sich die geplante Reise seiner Einschätzung nach positiv auf die Genesung des Patienten auswirken oder diese zumindest nicht hinauszögern wird. Die Krankenkasse prüft dann, ob sie den Urlaubsantrag genehmigt. Lehnt sie ihn ab, muss der Versicherte eine bereits organisierte oder gebuchte Reise stornieren.

29.09.2017 09:51:24, Autor: na / durchblick-gesundheit Oktober-Dezember 2017