Kurz gemeldet

Patienten noch skeptisch

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Krankenkassen übernehmen seit dem 1. April die Kosten einer Onlinesprechstunde. Allerdings kann sich derzeit nur knapp jeder dritte Deutsche (27 Prozent) vorstellen, eine solche Sprechstunde künftig zu nutzen. Das hat eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom und der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) ergeben.

Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) haben Sorge vor Fehlbehandlungen, etwa weil die körperliche Untersuchung entfällt. 54 Prozent gaben an, dass das Vertrauensverhältnis ohne den direkten Kontakt zwischen Arzt und Patient leiden könnte. Ebenfalls jeder Zweite (52 Prozent) fürchtet, dass sensible Gesundheitsdaten in falsche Hände geraten könnten, wenn sie via Internet übertragen werden. In der repräsentativen Umfrage wurden laut Bitkom 1.003 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 798 Internetnutzer und 698 Smartphonenutzer.

Sechs von zehn Internetnutzern (60 Prozent) sehen den Vorteil, dass der Zugang zu räumlich weit entfernten Ärzten erleichtert wird, etwa zu Fachärzten oder wenn man auf dem Land lebt. 58 Prozent geben als Pluspunkt an, dass die Wartezeit in der Praxis entfällt. Dass man der Ansteckungsgefahr dort dank Onlinekonsultation nicht ausgesetzt ist, sagen 41 Prozent. Auch die Ersparnisse bei Zeit (37 Prozent) und Kosten (22 Prozent) für die Anfahrt bezeichnen einige Patienten als Vorteil.


29.09.2017 09:55:47, Autor: na / durchblick-gesundheit Oktober-Dezember 2017