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Radhelm: Eltern sollten Vorbild sein

Mit einem Helm können tödliche Hirnverletzungen um 60 bis 70 Prozent reduziert werden.
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Orthopäden und Unfallchirurgen empfehlen, beim Fahrradfahren einen Helm zu tragen, unabhängig davon, wie alt man ist. Denn im Falle eines Sturzes reduziert er die Energie, die bei einem Aufprall auf den Schädel wirkt. Helmträger erleiden damit weniger schwere Kopfverletzungen. Zudem können tödliche Hirnverletzungen um 60 bis 70 Prozent reduziert werden.

Damit ein Fahrradhelm die nötige Schutzwirkung hat, sollte er den Normen nach DIN EN 1078 entsprechen und gut auf den Kopf passen. Zudem muss der Helm korrekt getragen werden: Er sollte waagerecht sitzen und nicht tief über Nacken oder Stirn gezogen werden, an beiden Schläfen sollte er bis weit über die Wange und die Ohren reichen. Zudem wird empfohlen, den Helm nach jedem Aufprall und generell nach fünf Jahren auszutauschen. Wegen der Strangulationsgefahr sollten Kinder den Helm keinesfalls beim Spielen aufbehalten.


Eltern sollten im Übrigen Vorbild für ihre Kinder sein. Ansonsten sinke die Wahrscheinlichkeit, dass sie später im Jugend- und Erwachsenenalter weiterhin einen Helm tragen, sagt DGOU-Generalsekretär Professor Reinhard Hoffmann. Die Helmtragequote von Erwachsenen lag 2015 laut Bundesanstalt für Straßenwesen jedoch deutlich unter der von Kindern. Während 76 Prozent der 6- bis 10-jährigen einen Helm trugen, waren es bei den 31- bis 40-Jährigen nur noch 14 Prozent. 

14.08.2017 14:13:34, Autor: na / durchblick-gesundheit Juli-August 2017