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116 117: die Nummer zum Arzt

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Die Praxis hat schon zu, aber die Beschwerden sind so arg, dass der Patient nicht warten kann: In diesem Fall muss der Weg nicht zwangsläufig in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses führen. Denn bundesweit bieten die niedergelassenen Ärzte außerhalb der Praxiszeiten einen Bereitschaftsdienst für solche Fälle an. Erreichbar ist dieser bundesweit unter der Telefonnummer 116 117.

Das Problem: Nur wenige Patienten kennen diese Nummer. Die Kassenärztlichen Vereinigungen bemühen sich nun, das zu ändern. In Bremen etwa ließen sie eine Straßenbahn mit dem einprägsamen Slogan „Aua! + Praxis zu – 116117“ durch die Stadt fahren.

Aber warum ist es so wichtig, dass die Patienten die Nummer kennen? Ganz einfach: Wer nachts oder am Wochenende gesundheitliche Beschwerden hat, die nicht lebensbedrohlich sind, deren Behandlung aber nicht bis zum nächsten Werktag warten kann, ist bei den niedergelassenen Ärzten besser aufgehoben – und Rettungsdienst und Notaufnahmen können sich um die wirklich schweren Fälle kümmern. Denn nach wie vor gilt: Bei lebensbedrohlichen Symptomen wie Bewusstlosigkeit, akuten Blutungen, starken Herzbeschwerden, schweren Störungen des Atemsystems oder Vergiftungen muss weiterhin die 112 gewählt werden.

14.08.2017 14:14:04, Autor: na / durchblick-gesundheit Juli-August 2017