Neue RKI-Daten

Deutsche sind sportlich aktiver als der EU-Durchschnitt

Die Bevölkerung in Deutschland ist sportlich aktiver als der europäische Durchschnitt. Das zeigen neue Daten des Robert Koch-Instituts, die im Journal of Health Monitoring erschienen sind. In anderen Bereichen des Gesundheitsverhaltens steht Deutschland dagegen weniger gut da.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt mindestens 150 Minuten mäßig anstrengende Ausdaueraktivität pro Woche. Im EU-Durchschnitt erreichten rund ein Viertel der Frauen und ein Drittel der Männer diese Empfehlung.
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Die Autoren aus dem RKI berichten in der aktuellen Ausgabe des Journal of Health Monitoring über Ergebnisse der Studie Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA 2014/2015-EHIS) und stellen Vergleiche mit anderen EU-Staaten und zwischen den Bundesländern an. „Zu wenig Bewegung, Fehlernährung, Rauchen und gesundheitsriskanter Alkoholkonsum gehören zu den wichtigsten Gründen für nichtübertragbare, chronische Krankheiten“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. So liege Deutschland im EU-weiten Vergleich beim täglichen Obstkonsum im hinteren Drittel. Beim Rauschtrinken sei der Anteil hierzulande sogar überdurchschnittlich hoch.

Besser sehe es dagegen beim Thema körperliche Aktivität aus. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt mindestens 150 Minuten mäßig anstrengende Ausdaueraktivität pro Woche. Im EU-Durchschnitt erreichten rund ein Viertel der Frauen und ein Drittel der Männer diese Empfehlung. In Deutschland schafften knapp die Hälfte der Frauen und etwas mehr als die Hälfte der Männer das Ausdauerziel.

Die GEDA-Studie mit ihren mehr als 20.000 Teilnehmern ist Teil des Gesundheitsmonitorings, mit dem das RKI Daten zur Gesundheit der Bevölkerung erhebt und analysiert.

14.06.2017 13:43:49, Autor: red